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L 214
Marienthal bleibt noch lange Zeit gesperrt

Der Bau der Abwasserleitung in Marienthal dauert an.
Der Bau der Abwasserleitung in Marienthal dauert an. © Foto: MOZ/Martin Risken
Thomas Pilz / 15.12.2018, 08:00 Uhr
Marienthal (MOZ) Die Landesstraße 214 erregt derzeit weniger die Gemüter als ein Teilabschnitt dieser Huckelpiste, die Ortsdurchfahrt Marienthal. Einstweilen wird sie voraussichtlich auch noch in den kommenden Monaten voll gesperrt sein für den Fahrzeugverkehr. Grund sind Verzögerungen bei der Erschließung des Zehdenicker Ortsteiles vor allem mit einer Schmutzwasser-Kanalisation, wie der Trink- und Abwasserverband Lindow-Gransee unlängst einräumte. „Die Anschlüsse werden voraussichtlich erst Mitte 2019 komplett installiert sein“, kündigte die Vorsteherin des Verbandes, Anke Freitag, während der jüngsten Verbandsversammlung an.

Mitte 2019 will der TAV nach neuestem Stand die Arbeiten erledigt haben – und etwa erst in diesem Zeitraum kann der Landesbetrieb Straßenwesen mit der grundhaften Reparatur der Ortsdurchfahrt beginnen, die Voraussetzung für eine Öffnung der Ortsdurchfahrt. Folgerichtig hat der Landesbetrieb auf Nachfrage lediglich mitteilen können, in Marienthal werde man 2019 mit der grundhaften Reparatur fertig. Lichtblicke sind dennoch für die leidgeprüften Autofahrer auf der L 214 zu erwarten, fragt sich nur wann? Landrat Ludger Weskamp (SPD) erklärte während der Kreistagssitzung am Mittwochabend, dass neben der L 172 auch die L 214 die erste Straße sein wird, die nach der Umwidmung von Landes- auf Kreisstraße saniert werde. Voraussetzung ist eine Rahmenvereinbarung zur Herabstufung. Wobei auch die L 214 sich komplett in Oberhavel befindet, was die Vereinbarung einfacher mache.

Dr. Jens Wegener von der Bürgerinitiative (BI) für den Ausbau der L 214 erklärte, die Gemengelage sei alles in allem ein Problem. Drei Perspektiven gebe es: Die Bürger wollten den raschen Ausbau, der Kreis muss aber 70 Kilometer Landesstraße übernehmen und finanzieren, das Land habe viele weitere Straßen, aber andere Landkreise sehen die Herabstufung eher skeptisch, merkte Wegener an. Daher sei es sehr erfreulich, dass sich der Oberhavel-Landrat offen für die Probleme der Autofahrer auch im Norden zeigt. „Wir haben inzwischen deutliche Fortschritte bei dem Thema Sanierung der L 214 gemacht.“ Wegener hofft darauf, dass mit einem erfolgreichen Verhandlungen zwischen Land und Kreis im Frühjahr 2019 zu rechnen sei. Laut Weskamp werde dann geplant. 2020/2021 könnte der Ausbau beginnen. „Somit eröffnet sich doch eine Erfolg versprechende Perspektive“, so Wegener. Abgesehen von den Wahlen 2019, die Unwägbarkeiten mit sich bringen. Ausdrücklich wolle er aber dem CDU-Kreistagsabgeordneten Olaf Bechert für dessen Engagement danken. (pilz)

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