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Wichtelmarkt
Heerscharen von Schaulustigen

Thomas Pilz / 16.12.2018, 22:21 Uhr - Aktualisiert 17.12.2018, 12:14
Himmelpfort (MOZ) Wer glaubte, die Parkplatzsituation würde sich entspannen, nachdem vergangene Woche die Schausteller von Cocolorus Budenzauber den Festplatz in Himmelpfort räumten und nun der bescheidener wirkende Wichtelmarkt veranstaltet wird, der sah sich getäuscht. Auch am dritten Adventswochenende standen die Fahrzeuge entlang der Dorfstraße dicht an dicht, diesmal freilich auch auf der Klosterstraße.

Noch dazu kam der missliche Umstand, dass die professionell geschürte Neugier auf den Briefe beantwortenden Weihnachtsmann der Deutschen Post und auf seine fleißigen Engel erneut dazu führte, dass Schlangen von Einlass ins Postamt begehrenden Familien fast bis auf die Straße reichten. So dass manchem vorbeifahrenden Autofahrer ein kalter Schauer den Rücken herunterlief, ob nicht etwa doch ein Kind spontan ausschert und urplötzlich vor ein Auto läuft.

Veranstalter und Kommune dürften freilich auch große Freude über den Zuspruch verspüren. Der Wichtelmarkt mit seinen bescheideneren Angeboten für die Familie hat sich gemausert. Über den Daumen gepeilt flanierten an beiden Tagen wieder mehrere hundert Schaulustige über den Klosterplatz.

Ihr Interesse wurde belohnt, vor allem das der Kinder. Sie konnten auf den Lychener Mulis reiten, ein Gespräch mit Frau Holle führen, in der Weihnachtsmannstube basteln, in einem jurtenähnlichen Zelt einer faszinierenden, weil gestisch perfekten Geschichtenerzählerin lauschen. Auf der Bühne erfreuten unter anderem Kinder der Drei-Seen-Grundschule Fürstenberg das Publikum mit Darbietungen. Einmal mehr drehte sich ein kleines, aber feines Karussell. Und Speis’ und Trank gab es in paradiesischer Überfülle, wenn auch mit irdischen Preisen. Besonders mundete dem Chronisten die leckere Erbsensuppe aus der Gulaschkanone (kein Widerspruch). Süßigkeiten wie gebrannte Mandeln fanden viele Abnehmer. Und wer sich aufwärmen mochte, begab sich einstweilen in das – freilich ebenso gut gefüllte – Weihnachtscafé des Hauses des Gastes.

Dass der eine oder andere im Rahmen der kunsthandwerklichen Angebote Inspirationen für Geschenke verspürte, oder es an Ort und Stelle gleich erwarb, versteht sich von selbst. Claudia Salomone zum Beispiel hatte einmal mehr hunderte Glöckchen und Bimmeln im Angebot, ebenso Glockenspiele für musisch orientierte Kinder, besonders kleine „Kleine Trommeln“, aber auch Holzschwerter. „Ich biete vor allem das an, was klingt“, so die Altthymenerin, die auf die kreative Alternativen zu Smartphone und Tablet verwies, die Kindern damit unterbreitet werden können.

Auch am vierten Adventswochenende öffnet der Himmelpforter Wichtelmarkt. Und zwar am Sonnabend von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, gebeten wird aber am Ausgang um eine kleine Spende „für das bunte Programm“.

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