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Im Krämerwald
Weihnachtsbaum selbst geschlagen

Mit der Säge zur Tanne: Im Krämerwaldhof haben Familien ihren Spaß bei der Suche nach passenden Exemplaren
Mit der Säge zur Tanne: Im Krämerwaldhof haben Familien ihren Spaß bei der Suche nach passenden Exemplaren © Foto: Sophie Schade
Sophie Schade / 17.12.2018, 06:30 Uhr
Neu-Vehlefanz Neu-Vehlefanz. Aktuell werden scheinbar an jeder Straßenecke Tannen und Fichten verkauft. Wer seinen Weihnachtsbaum aber selbst schlagen und nach Hause fahren möchte, für den lohnt die Fahrt nach Neu-Vehlefanz in den Krämer Forst. Auf dem Krämerwaldhof schlugen allein am Sonnabend Hunderte ihren Weihnachtsbaum.

Schon vom Parkplatz aus riecht es angenehm nach Tannengrün. Obwohl viele Kinder dabei sind, ist es bemerkenswert ruhig auf dem Krämerwaldhof. Kein Wunder, denn die Plantage ist riesig, und die Besucher verteilen sich auf die schier endlosen Reihen von Nadelbäumen. Hobby-Baumfäller haben die Wahl zwischen der Blaufichte, der sibirischen Fichte und der Blautanne. Livia und ihre Mutter Melanie tragen ein stattliches Exemplar in sattem Grün zur Kasse. Die Männer der Familie sind an diesem Sonnabend bei einem Fußballspiel. Also: Selbst ist die Frau! In Berlin-Tegel soll die Fichte traditionell mit roten und silbernen Kugeln geschmückt werden. Dezenter, traditioneller Baumschmuck scheint ohnehin im Trend zu liegen. Hier und da gehört noch ein Engel oder ein schmückender Stern an die Spitze, aber rote Christbaumkugeln gehören überall dazu. Lametta hingegen ist offenbar aus der Mode gekommen und gehört längst nicht mehr zum Standardrepertoire der Schmuckkiste für Heiligabend.

Bei Familie Radtke aus Oranienburg soll sich dafür eine Girlande um den Baum schmiegen. Abgerundet wird die Dekoration von kleinen Eiszapfen und Engelchen. Besonders die Kinder  Robert (13) und Jasmin (9) haben großen Spaß am Ausflug zum Krämerwaldhof, auch wenn es am nächsten Tag Muskelkater in den Armen vom Sägen gibt. „Wir dürfen mit entscheiden, welcher Baum zu uns ins Wohnzimmer kommt. Und wenn man selbst mit angepackt hat, ist das gleich noch aufregender“, sind sich die Geschwister einig. Ihre Eltern Susanne und Michael erhoffen sich außerdem, dass sie so etwas Gutes für die Umwelt tun. „Die Bäume, die hier stehen und jetzt nicht mitgenommen werden, haben vielleicht im nächsten Jahr noch eine Chance und werden nicht sinnlos verbrannt, weil sie ohnehin schon gefällt wurden“, argumentieren sie.

Von kommendem Mittwoch bis Sonntag gibt es zwischen 10 und 15 Uhr noch einmal die Chance auf den Weihnachtsbaum für Heiligabend.(so)

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