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Einsatzjahr
Kappes Feuerwehr zieht Bilanz

Kümmern sich auch um das Gemeindeleben: Die Brandschützer pflegen eine gute Partnerschaft sowohl mit dem Ortsbeirat als auch mit dem Heimatverein.
Kümmern sich auch um das Gemeindeleben: Die Brandschützer pflegen eine gute Partnerschaft sowohl mit dem Ortsbeirat als auch mit dem Heimatverein. © Foto: Thomas Pilz
Thomas Pilz / 17.12.2018, 07:30 Uhr
Kappe (MOZ) Nicht Kappe, vielmehr Halle sollte der idyllisch gelegene Zehdenicker Ortsteil heißen. Davon sind nicht Wenige überzeugt. Denn eine Familie engagiert sich im Ort besonders, die Familie Halle. Das zeigte sich am Sonnabend eindrucksvoll, als d: Die Löschgruppe zog Bilanz.

Gleichsam Ehrengast war der Ortsbeirat, mit Janette Okonek an der Spitze, zumal Eckhard und Lutz Halle als Ratsmitglieder auch der Freiwilligen Feuerwehr angehören, ebenso Bernd Halle. Lutz Halle leitet die Löschgruppe seit inzwischen zehn Jahren.

Herzlich begrüßte er Fred Graupmann von der Stadtverwaltung und den frisch gebackenen Stadtbrandmeister Gerd Leege. Halle lenkte die Aufmerksamkeit sogleich auf das ereignisreiche Jahr 2018. Denn die Trockenheit führte zu nicht wenigen Bränden, „wobei deren Entstehung fragwürdig ist“.  Acht Einsätze bewältigten die Ehrenamtler dieses Jahr, 2017 seien es acht technische Hilfeleistungen gewesen. 15 aktive Kameraden kann Kappe vorweisen, zwei gehören der Alters- und Ehrenabteilung an. Ein Kamerad musste „rausgeschmissen werden“. Josie ist das einzige Jugendwehr-Mitglied. Sie trainiert vornehmlich  in Kurtschlag. Dank vielfältiger Schulungen gibt es derzeit in Kappe acht Truppführer und ebenso viele Atemschutzgeräte-Träger sowie Maschinisten. Allerdings müssen zwei Kameraden in zwei Jahren „in den Ruhestand“gehen. „Ich bin der festen Überzeugung“, die Einsatzbereitschaft werde weiter aufrechterhalten, so Wehrleiter Halle, der die „sehr gute Kooperation“ mit Ortsbeirat und Heimatverein lobte.

Von einem turbulenten Jahr sprach Stadtbrandmeister Leege, der bei der Gelegenheit ankündigte, die Kommune werde ab 2019 einen Gerätewart für die Wehr. Sorgen mache weiterhin die Tageseinsatzbereitschaft in den Löschgruppen, merkte Leege an, allerdings gebe es auch Wehren, die wegen der Menge an Personal gleichsam aus allen Nähten platzen (Krewelin und Klein-Mutz).

Leege lobte die Entscheidung des Landkreises, das neue Technische Ausbildungszentrum (TAZ), in Oranienburg zu bauen. Elf Mitglieder der städtischen Wehr konnten zur Landesausbildung geschickt werden.

Bedenklich stimme freilich, dass es 2017 in Zehdenick 27 Brände gab, 2018 dagegen schon 77 Brände. Geradezu beunruhigend war der Waldbrand bei Treuenbrietzen, der den Verantwortlichen im Land die Augen öffnete. Wenn es wieder in Wäldern brennt, sollen schmalere Wasserschläuche, D-Schläuche, zum Einsatz kommen. Im Übrigen sei es schon beängstigend gewesen, wie sich der Brand wegen des Windes ausbreitete.

Fakten und Zahlen

■  Mehr als eine Million Euro könnte die Kommune im kommenden Jahr in die städtische Feuerwehr investieren, abhängig vom Votum des Stadtrates.■  Rund 500 000 Euro fließen in ein Drehleiter-Fahrzeug.■  Angeschafft werden soll auch eine Industrie-Waschmaschine, Kostenpunkt 12 000 Euro.■  Der Kapper Frank Brüschke wurde für 50 Jahre treue Dienste in der Wehr mit einer Medaille geehrt.⇥(pilz)

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