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Neue Wohnungen durch Genossenschaft Bremer Höhe am Ende der holprigen Dorfstraße von Hobrechtsfelde genehmigt

Startschuss
Bauarbeiten am G-Haus beginnen

Baustelle im Abendlicht: Im Gemeinschaftshaus in Hobrechtsfelde hat sich schon einiges getan. Hier entstehen Wohnungen, aber auch Gemeinschaftsräume für die Mieter der Bremer Höhe.
Baustelle im Abendlicht: Im Gemeinschaftshaus in Hobrechtsfelde hat sich schon einiges getan. Hier entstehen Wohnungen, aber auch Gemeinschaftsräume für die Mieter der Bremer Höhe. © Foto: Sergej Scheibe
Andrea Linne / 18.12.2018, 06:45 Uhr - Aktualisiert 18.12.2018, 18:00
Hobrechtsfelde (MOZ) Das Jahr geht für die Genossenschaft Bremer Höhe zu Ende. Es war ein besonderes Jahr, wie Ulf Heitmann sagt. „Eins der schönsten Ereignisse dieses Jahres war die Verleihung des Brandenburger Freiheitspreises durch das Domstift Brandenburg. Vor allem für unser Wirken in Hobrechtsfelde wählte eine unabhängige Jury unsere Genossenschaft unter 40 Vorschlägen dafür aus. Das motiviert uns, die festen Rituale auch in den nächsten Jahren zu pflegen und das Genossenschaftliche lebendig zu halten“, macht der Vorstand klar. Umso schöner, dass es nach einigen Änderungen am Projekt und kleineren Startschwierigkeiten auch mit den Baugenehmigungen geklappt hat.

Eines der ortsbildprägenden Gebäude, das frühere Dorfgemeinschaftshaus, wird nun saniert und für Wohnzwecke umgebaut. Schon ist der Dachstuhl in Augenschein genommen, wird im früheren Tanzsaal an Decken und Wänden geklopft. Der Saal, in dem einst große Tanzvergnügen und Familienfeiern stattfanden, ist noch in weiten Teilen erhalten. Die Malerei, die Kronleuchter, die Balustrade – sichtbar soll das Haus wieder mit Leben gefüllt werden. 350 Quadratmeter für Vereine, Feste und sportliche Aktivitäten der künftigen Bewohner entstehen. Dafür sorgen werden die neuen Mieter selbst, die im Obergeschoss und in drei Neubauten entlang der Dorfstraße einziehen können. 70 neue Panketaler sollen es sein. Viele haben seit Jahren in Berlin nach Wohnraum gesucht, der unter zehn Euro pro Quadratmeter liegt.

Heitmann spricht von verschiedenen Wohnmodellen. Nicht alle Ideen fanden Zuspruch. Offene Gemeinschaften und generationsübergreifendes Wohnen aber sind eingeplant, einige Räume werden gemeinsam genutzt. Insgesamt entstehen mehr als 2000 Quadratmeter Wohnfläche neu. „Die Baugenehmigungen für den Neubau sind seit Anfang November da. Für Berliner Verhältnisse ist das ein Märchen. Ein dickes Lob den Kolleginnen und Kollegen im Amt in Eberswalde“, findet Ulf Heitmann. „In nur elf Wochen war die Genehmigung erteilt. Das liegt natürlich auch an der guten Arbeit unserer Architekten“, freut sich Heitmann, der Herr über 700 Wohneinheiten in Berlin ist, dass es los geht. Bei Berliner Bauvorhaben sei er oftmals zehn Monate gewöhnt – im günstigsten Fall.Während einer kleinen Feier auf der Baustelle kamen die künftigen Bewohner schon zusammen. Viele freuen sich, Brandenburger zu werden und der großen Stadt den Rücken zu kehren. Sie beziehen auch 21 Wohnungen in drei Gebäuden in der Dorfstraße 24, die neu errichtet werden. Wenn auch nicht alles im Ländle goldig glänzt. So hat sich die Busverbindung mit der Fahrplanumstellung am 9. Dezember erheblich verschlechtert. Und das, obwohl die Bürgerinitiative Hobrechtsfelde, die zuletzt auch für einen eigenen Ortsbeirat in der Gemeindevertretung stritt, eine bessere Verkehrsanbindung fordert. Der Bus 891 hält nicht mehr am S-Bahnhof Zepernick. Das ist für alle, die den Anschluss an die S2 benötigen, sehr schlecht. Auch potenzielle Einkäufer aus Hobrechtsfelde müssen mobil sein. Sie fahren nach Zepernick oder Buch.

Ob der Dorfteich vor dem Gemeinschaftshaus künftig wieder Wasser führt, ist noch ungewiss. Es gibt Planungen seitens der Gemeinde, Hobrechtsfelde auch mit einer Regenentwässerung zu versorgen sowie die Dorfstraße zu sanieren. Ein Projekt liegt noch nicht vor, berichtet die zuständige Fachdienstleiterin Anke Wendland. Der Teich könnte aber für Regen- sowie Löschwasser abgedichtet und genutzt werden. Die 1906 gepflasterte Dorfstraße umzubauen, sei möglich. „Sie ist nicht mehr denkmalgeschützt“, berichtet Bau-Fachbereichsleiter Stefan Kadatz. Nur im Bereich der früheren Hobrechtsfelder Wirtschaftsbahn sind Gleise schutzwürdig. Man könne diese durch Aufplasterungen zur Verkehrsberuhigung nutzen.

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