Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Bibliothek
Bücher warten vergeblich auf Leser

Jede Menge Bücher sind einsortiert. Die gute Seele der Bücherei in Göttin Gisela Hilgenfeldt hat alles bestens vorbereitet und hofft, dass sie in Zukunft zu den Öffnungszeiten weniger Zeit zum Lesen hat.
Jede Menge Bücher sind einsortiert. Die gute Seele der Bücherei in Göttin Gisela Hilgenfeldt hat alles bestens vorbereitet und hofft, dass sie in Zukunft zu den Öffnungszeiten weniger Zeit zum Lesen hat. © Foto: Erhard Herrmann
Erhard Herrmann / 21.12.2018, 12:56 Uhr - Aktualisiert 21.12.2018, 16:25
Göttin ( ) Dass es in Göttin eine Begegnungsstätte gibt ist mittlerweile bekannt. „Diese wird auch nach und nach immer mehr angenommen bzw. genutzt“, bestätigt der Ortsvorsteher Bernd Voigt. Weniger bekannt ist, dass es dort auch eine kleine Bibliothek gibt.

„Bisher ist der Kunden-Andrang aber bescheiden“, bedauert die „gute Seele“ der Bücherei Gisela Hilgenfeldt. Dabei ist die Auswahl groß: Da stehen neben Klassikern der Kinder- und Jugendliteratur aktuelle Bestseller in den Regalen, aber auch Sachbücher und Comics, Reiseziele Geschichten aus der Welt der Fantasy, Tipps für Hobbygärtner sind zu finden.

Warum kommen trotz der Auswahl keine Leser? „Die digitalen Medien sind die große Konkurrenz für klassische Lektüre. Das Lesen sollten wir uns aber bei allem technischen Fortschritt nicht abgewöhnen“, rät die ehrenamtliche Bibliothekarin. Zudem soll die Bücherei in Göttin nicht nur eine reine Ausleihstation sein. Zusammen mit dem Bürgerhaus und Veranstaltungen soll ein sozialer „Hotspot“ entstehen. „Das war und bleibt unser Anliegen. Wir hoffen, dass unsere Angebote auf möglichst viel Akzeptanz stoßen“, so der Ortschef.

Ideen sind vorhanden. Das Konzept der Tauschbörse bleibt auf jeden Fall bestehen. So können z. B. vor der Urlaubszeit Bücher, die man bereits gelesen hat, abgegeben werden und im Tausch eine neue kostenlose Lektüre mitnehmen. Zurückgeben muss man die Bücher nicht unbedingt. Vorhanden sind auch zwei Computerplätze mit schnellen RFT-Internetanschluss die auf Nutzer warten.

„Die Freude am Lesen wird den Kleinen oft nicht mehr vorgelebt. Deshalb könnten Kinder aus den Kindergärten vorbeischauen, um einfach mal wieder ein Buch in die Hand zu nehmen“, erklärte Gisela Hilgenfeldt. Klein aber fein, so die Idee für einen Lesekreis. Geplant ist eine lockere Leserunde, in der jeder sein Lieblingsbuch einem kleinen Publikum vorstellen kann. Denn noch immer gilt: Lesen bildet! Wie wichtig Lesen für den Einzelnen ist, hat Johann Wolfgang von Goethe trefflich formuliert: Wer Bücher liest, schaut in die Welt und nicht nur bis zum Zaune.

Auch wer nicht unbedingt ein Buch ausleihen will, kann an jedem zweiten Dienstag im Monat von 15 bis 17 Uhr einfach mal vorbeischauen und sich inspirieren lassen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG