Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Rosemarie und Günter Krakow sind seit 60 Jahren verheiratet / Familienfeier in Charlys Treff

Feier
Diamantene Hochzeit in großer Runde

Glückwunsch vom Bürgermeister: Jürgen Polzehl (r.) gratuliert und stößt mit dem Diamantenen Hochzeitspaar Rosemarie und Günter Krakow mit Sekt an.
Glückwunsch vom Bürgermeister: Jürgen Polzehl (r.) gratuliert und stößt mit dem Diamantenen Hochzeitspaar Rosemarie und Günter Krakow mit Sekt an. © Foto: Michael Dietrich/MOZ
Michael Dietrich / 28.12.2018, 06:15 Uhr
Heinersdorf (MOZ) Von ihrer Hochzeit vor 60 Jahren schwärmt Rosemarie Krakow noch heute. „Richtig schön im weißen Kleid mit Schleier und dunklen Anzug haben wir geheiratet“, erzählt die inzwischen 80-Jährige und fügt schelmisch hinzu: „Also ich hätte ja heute noch in das Kleid gepasst“, und lacht. 60 Jahre nach ihrer Hochzeit 1958 hatte sich das Paar gestern wieder so richtig schick gemacht. Günter in einem hellgrauen Anzug mit Weste, Rosemarie in lachsfarbenem Kostüm. In großer Runde feierten sie am Donnerstag mit 30 Gästen in Charlys Treff in Heinersdorf ihre Diamantene Hochzeit. Unter den Gästen waren auch die einjährige Urenkelin Mattilda und Schwedts Bürgermeister Jürgen Polzehl, der dem Paar zum Hochzeitsjubiläums mit einem Präsentkorb und Blumen gratulierte.

Günter Krakow hat seine Frau vor 64 Jahren in Berlin kennengelernt. Er war dort als Grenzpolizist stationiert. Bis 1959 wohnten beide in Berlin, auch zwei ihrer drei Kinder kamen in der Hauptstadt zur Welt. Dann zog die kleine Familie in Günters Elternhaus in Herrenhof, das heute zum Schwedter Ortsteil Stendell gehört, und dort wohnen beide noch heute.

Zurück in der Uckermark arbeitete Günter Krakow einige Jahre beim Rat des Kreises Angermünde, bis er 1990 ins Finanzamt wechselte und dort zehn Jahre bis zum Ruhestand tätig war. Rosemarie Krakow arbeitete unter anderem im Herrenhofer Konsum und bis zur Pensionierung im Betriebsbahnhof Stendell. Zu Hause kümmerte sich maßgeblich sie um Land- und Viehwirtschaft auf dem großen Bauernhof der Familie. Inzwischen haben beide eine große Familie mit fünf Enkelkindern und fünf Urenkeln.

Nur Sonnenschein gab es aber auch bei Krakows nicht, geben beide zu. „Jeder muss auch mal ein Loch zurücksetzen“, verrät Rosemarie Krakow, „dann klappt das in so einer Ehe auch ganz gut.“ Auch wenn er beruflich in der Finanzverwaltung und beim Finanzamt zu tun hatte, hielt in Sachen Familienfinanzen immer sie die Fäden in der Hand, verrät Günter Krakow dem Bürgermeister, bevor beide gemeinsam zur Tat schritten und die von Gastwirt Manfred „Charly“ Weiß mit Funkenfontänen präsentierte Hochzeitstorte für die Gäste anschnitten.

In den vergangenen  25 Jahren haben beide oft die Möglichkeiten genutzt, die sich nach der Wende ergab, die Welt zu bereisen. Zweimal im Jahr gönnten sie sich Urlaubsreisen quer durch Europa, es ging auch schon nach Asien und Afrika. Im Laufe des nächsten Jahres will das Ehepaar nach Schwedt umziehen. Haus und Hof zu unterhalten werde  ihnen langsam zu anstrengend, sagen sie, schließlich wollen sie noch ein paar „schöne Jahre“ erleben.(md)

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG