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Innenbereichssatzung
Planwerke widersprechen sich noch

Altlüdersdorf-Plan: Die Innenbereichssatzung für diesen Teil des Dorfes und der Flächennutzungsplan machen für einige Grundstücksteile noch unterschiedliche Vorschriften.
Altlüdersdorf-Plan: Die Innenbereichssatzung für diesen Teil des Dorfes und der Flächennutzungsplan machen für einige Grundstücksteile noch unterschiedliche Vorschriften. © Foto: MOZ/Matthias Henke
Matthias Henke / 30.12.2018, 09:30 Uhr
Altlüdersdorf (MOZ) Liegt ein Grundstück oder ein Teil davon auf einer im Flächennutzungsplan der jeweiligen Kommune als Wohnbauland dargestellten Fläche, steht Bauvorhaben, egal ob für Wohn- oder Nebengebäude, doch eigentlich nichts im Wege, möchte man meinen. Und doch ist die Sache komplizierter.

Wenn das Grundstück nicht gleichzeitig im sogenannten Innenbereich liegt, macht die Bauordnungsbehörde dem Ganzen nämlich einen Strich durch die Rechnung. Und Innenbereich und Wohnbaufläche gemäß Flächennutzungsplan müssen nicht immer deckungsgleich sein. So verhält es sich derzeit noch im Granseer Ortsteil Altlüderdorf, konkret im Bereich Plan östlich der B 96. Die Stadtverordneten von Gransee wollen das aber ändern und fassten bei ihrer jüngsten Sitzung einstimmig einen entsprechenden Beschluss.

Die Innenbereichssatzung der Stadt für den Ortsteil Altlüderdorf, die den Innenbereich vom in der Regel von Bebauung freizuhaltenden Außenbereich trennt, ist seit Ende Januar 2006 rechtskräftig. Der Geltungsbereich orientierte sich bei der Erarbeitung damals entlang der vorhandenen Bebauung an der hinteren, südostlichen Grundstücksgrenze, wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht. Die im Flächennutzungsplan des Amtes dargestellten Wohnbauflächen gehen darüber aber deutlich hinaus.

Der Landkreis habe nun entschieden, dass eine Ausweisung im Flächennutzungsplan nicht genüge, Bauvorhaben demzufolge unzulässig seien. Warum? Der Flächennutzungsplan sei nur ein informelles Planwerk, aus dem keine Rechtsansprüche abgeleitet werden können. Die Innenbereichssatzung habe dagegen unmittelbare Rechtswirkung. Um eine Bebauung mit Nebengebäuden in dem Bereich zu ermöglichen, soll nun der Innenbereich angepasst werden. Extra ein Umweltbericht muss aber wohl nicht erarbeitet werden. Eine Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung muss aber erfolgen. Ergeben sich aus den eingegangenen Stellungnahmen keine wesentlichen Änderungen, kann die Änderung direkt beschlossen werden.  (mhe)

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