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Kerzen zum Schluss
Jubiläumsjahr stärkt Dorfgemeinschaft

Prachtvolles Jubiläumswochenende: Davon werden die Kreweliner wohl noch lange zehren.
Prachtvolles Jubiläumswochenende: Davon werden die Kreweliner wohl noch lange zehren. © Foto: Privat
Martin Risken / 02.01.2019, 17:30 Uhr
Krewelin (MOZ) Die Kreweliner haben das Jubiläumsjahr abgeschlossen. Was mit dem Vorbereitungen im November 2016 begann und dann mit der Ausstellungseröffnung im Mai 2018 eingeläutet wurde, im großen Festwochenende im Juni 2018 seinen Höhepunkt fand, klang im Dezember feierlich aus.

Die Kreweliner waren noch einmal aufgerufen, ihre Haustüren und Hofeinfahrten zu schmücken und mit 700 Kerzen zu bestücken. Das Dorf sollte noch einmal leuchten – „Krewelin bei Kerzenschein“. Und es gelang, denn fast jeder Kreweliner stellte zahlreiche Kerzen auf und holte noch einmal alte Deko aus dem Keller. Viele gingen im Dorf spazieren. Das eine oder andere Schwätzchen konnte gehalten werden. „Schön, wenn man sich vor dem Jahreswechsel noch einmal sieht und alles Gute wünschen kann“, so Ortsbeiratsmitglied Andrea Henke.

Höhepunkt an diesem Nachmittag war aber die Gesangseinlage des „Feuerwehrmänner-Chores“. Was einmal aus einem Gag heraus entstand, ist zur Tradition geworden. An ihrem letzten Feuerwehrdienst im Jahr treffen sich die Kameraden und lassen das einsatzreiche Jahr, dieses Jahr mit 59 Einsätzen, gemeinsam ausklingen.

Und dann pünktlich um 18 Uhr wird gesungen: Drei Lieder für das Dorf. Ein Lied ist immer mit dabei und wird zum Besten gegeben: Stille Nacht, heilige Nacht. Dieses Lied feierte ebenso wie die Kreweliner ein großes Jubiläum, denn vor 200 Jahren wurde es zum ersten Mal aufgeführt.

Bei Glühwein und Gegrilltem ließ man den Abend gemeinsam ausklingen. Die Wehr bedankte sich bei allen Einwohnern für die großzügigen Spenden. Das gesammelte Geld kommt dem Verein zugute beziehungsweise der Jugendwehr.

Ebenfalls bedankte sich Andrea Henke vom Ortsbeirat bei den Krewelinern für die geleistete Arbeit im Jubiläumsjahr. Alle Anwohner zeigten viel Einsatzbereitschaft und halfen bei den Vorbereitungen für die vielen Veranstaltungen anlässlich der „700 Jahre Krewelin“. Gemeinsam wurde viel bewegt und geschaffen. Was sie sich wünscht, so Henke: Viel von diesem „Wir“ soll mit ins Jahr 2019 genommen werden.

Es habe sich gezeigt, dass die Kreweliner eine Dorfgemeinschaft sind, in der viel bewegt werden kann und wo sich die Vereine aufeinander verlassen können. Derzeit wird überlegt, wie man die vielen Fotografien von allen Veranstaltungen weiter verarbeitet, in neuen Ausstellungen oder in einer Chronik.

Auch in diesem Jahr stehen wieder Jubiläen an: 85 Jahre Freiwillige Feuerwehr Krewelin, 15 Jahre Heimatverein, 70 Jahre SG Einheit Krewelin und 55 Jahre Anglerverein Krewelin. Da wird sicherlich wieder die eine oder andere Veranstaltung für den 300-Seelen-Ort geplant.

Was sich Andrea Henke ebenso wünscht, sind aber auch regelmäßige Versammlungen wie ein Rentnertreffen, ein Geschichtskreis oder ähnliches. Alle Altersklassen sollten so angesprochen werden. Wer noch andere Wünsche und Ideen hat, sollte sich bei Ortsbeiratsmitglied Andrea Henke melden.

Geschichte

■ Krewelin wurde 1318 vom Markgrafen Waldemar an Otto Gans von Putlitz verliehen. 1452 gelangte das Dorf in den Besitz des Klosters Zehdenick. Ab 1541 gehörte der Grundbesitz zum Kurfürstlichen Amt Zehdenick.

■ Der Ausbau von Verkehrswegen brachte Krewelin den wirtschaftlichen Aufschwung. 1878/79 wurde die Chaussee Zehdenick-Liebenwalde erbaut. Ein Jahr später der Vosskanal und 1882 die Kreweliner Schleuse, die jedoch heute nicht mehr existiert. Krewelin hat eine Fachwerkkirche von 1694. ⇥(ris)

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