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Bilanz
Alte Hydranten nicht mehr zu gebrauchen

Auf sie kann sich die Wehr verlassen:Stadtbrandmeister Gerd Leege, Ortswehrchef Carsten Pittack und der amtierende Bürgermeister Dirk Wendland (von links) mit den geehrten und beförderten Feuerwehrleute.
Auf sie kann sich die Wehr verlassen:Stadtbrandmeister Gerd Leege, Ortswehrchef Carsten Pittack und der amtierende Bürgermeister Dirk Wendland (von links) mit den geehrten und beförderten Feuerwehrleute. © Foto: Wolfgang Gumprich
Wolfgang Gumprich / 06.01.2019, 23:34 Uhr - Aktualisiert 07.01.2019, 11:50
Kurtschlag (MOZ) Sämtliche Unterflurhydranten in Kurtschlag sind nicht leistungsfähig. Mit dieser Nachricht überraschte Ortswehrführer Carsten Pittack seine Kameraden auf der Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag im Gerätehaus.

Doch die Leistungsbereitschaft der Wehr sei davon nicht betroffen, da selbst im heißen Sommer des vergangenen Jahres das Wasser in den Fließen zum Löschen ausgereicht habe. Das Risiko, so ergänzte Stadtbrandmeister Gerd Leege, dass die Leitungen platzen, wenn die Wehr ihre Pumpen anlegt, sei einfach zu groß. Außerdem passten die alten Anschlüsse der Hydranten wegen veränderter Durchmesser nicht mehr an die modernen Schläuche. Die Feuerwehr in Zehdenick werde zusätzlich eine einfache aber geniale Vorrichtung von Thüringer Kollegen übernehmen, die stets für genügend Wasser vorm Schlauch sorge.

Sieben Einsätze mit insgesamt 138,5 Einsatzstunden hatte die Kurtschlager Wehr im vergangenen Jahr zu bewältigen, darunter zwei Waldbrände, einen Bauwagenbrand sowie einen Verkehrsunfall.

Die Löschgruppe Kurtschlag zählt 43 Mitglieder, darunter 20 Aktive (15 Männer, fünf Frauen). Sie absolvierten 335 Stunden für Fortbildung wie technische Hilfeleistungen, Grundlehrgänge wie ABC-Einsätze oder im Atemschutz sowie Übungen vor Ort. Weiter unterstützte die Wehr die unterschiedlichen Feste im Dorf.

Auf ein „turbulentes“ Jahr blickte Stadtbrandmeister Gerd Leege für die gesamte Feuerwehr Zehdenick zurück. Als Grund nannte er die extremen Wettersituationen im Jahr 2018. So musste die Feuerwehr im Juni am Grünen Weg nach heftigen Regenfällen Keller auspumpen, einen Monat später begann die Trockenheit. „Fast drei Mal so viele Einsätze wie 2017“ hatte die Feuerwehr zu erledigen, 77 Mal mussten die Kameraden ausrücken. Eindrücklich schilderte er, wie aus einem 50 Quadratmeter Waldbrand in Windeseile 50 ha wurden. Bei einem Waldbrand in Treuenbrietzen fühlte er sich an Berichte aus Griechenland erinnert, wie das Feuer große Flächen überwinden kann. „Da kamen Windböen von mehr als 50 Kilometer pro Stunde, und die Flammen übersprangen Schneisen, was wir eigentlich für unmöglich hielten“.

Zu 181 Einsätzen wurde die Feuerwehr Zehdenick gerufen, darunter 97 technische Hilfeleistungen. 2018 zählte die Wehr Zehdenick 211 Aktive, jeweils 93 Kameraden gehören zur Jugendfeuerwehr beziehungsweise zur Alters- und Ehrenabteilung. In Mildenberg gibt es außerdem eine Kinderfeuerwehr mit sechs Jungen und Mädchen. 4 000 Stunden investierte die Zehdenicker Wehr in Fortbildung.

Ein Freudentag soll es im September werden, denn dann soll – wenn der Zeitplan einzuhalten ist – die Wehr Zehdenick eine neue Drehleiter mit 30 Meter Höhe und Knickgelenk  erhalten. Sie kostet 560 000 Euro, 60 Prozent davon sind Zuschüsse.

Den Dank für die geleistete Arbeit überbrachte der amtierende Bürgermeister Dirk Wendland für die Verwaltung und die Stadtverordnetenversammlung. Derzeit werde der Haushalt aufgestellt und Wendland versprach „was für die Feuerwehr notwendig ist, wird gemacht“.

Ehrungen

■ Bei  der Jahreshauptversammlung überreichte der amtierende Bürgermeister Dirk Wendland die Medaille für treue Dienste an fünf Mitglieder des Löschzugs.

■ Die Medaillen in Gold gingen für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr an Hauptfeuerwehrmann Ingo Feuerhelm und Löschmeister Eckhardt Koch.

■ Hauptfeuerwehrfrau Viola Maaß erhielt die Medaille in Silber (30 Jahre).

■ Die Bronze-Medaille für 20 Jahre überreichte Wendland Hauptfeuerwehrfrau Paulina Koch und Hauptfeuerwehrmann Ingo Wesener.

■ Zwei Beförderungen sprach danach Stadtbrandmeister Gerd Leege aus: Die Leiterin der Jugendfeuerwehr Sabrina Draschanowski wurde zur Oberfeuerwehrfrau befördert. Bernd Giese ist nun Oberbrandmeister.

■ In die Alters- und Ehrenabteilung wurde  Petra Prahl verabschiedet.⇥(wg)

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