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700-Jahr-Feier des Ortsteils Mitte August 2020 / Festkomitee und Arbeitsgruppen gegründet / Viele Ideen fürs Fest

Weichen gestellt
Lichterfahrt und Kliestow-Brötchen

Kliestows grüne Lunge: Der bei Spaziergängern beliebte Gutspark, hier am Staubauwerk, soll in die Gestaltung der 700-Jahrfeier mit einbezogen werden.
Kliestows grüne Lunge: Der bei Spaziergängern beliebte Gutspark, hier am Staubauwerk, soll in die Gestaltung der 700-Jahrfeier mit einbezogen werden. © Foto: Gerrit Freitag
Ines Weber-Rath / 16.01.2019, 06:30 Uhr
Kliestow (MOZ) Die Weichen zur 700-Jahrfeier des Ortsteils im kommenden Jahr sind gestellt. In der Beratung, zu der der Ortsbeirat die Kliestower eingeladen hatte, wurden am Montagabend ein Festkomitee und Arbeitsgruppen gebildet und viele Ideen fürs Fest eingebracht.

Dass man „mal unterschiedlicher Meinung ist“, sei „ganz normal“. Wichtig sei, „dass man sich für ein großes Vorhaben wieder zusammen rauft“. Mit diesem Satz gab Bürgermeister Claus Junghanns (CDU) als Gast der Beratung zu Beginn die Grundstimmung für die fast zweistündige konstruktive Debatte im „Haus der Begegnung“ vor. Die rund 1000 Kliestower hätten ein schönes Dorf mit einer interessanten Geschichte und schon viel erreicht. Das sei Grund genug, im kommenden Jahr ordentlich zu feiern, so der Bürgermeister, der sich jeder weiteren Bemerkung zum Feier-Streit zwischen Ortsbeirat und Ortsfeuerwehr enthielt. Letztere will sich an der 700-Jahrfeier wegen eines internen Zwists nicht beteiligen.

Die Stadtverwaltung werde die Festvorbereitung unterstützen, sicherte Junghanns zu. Er hatte dafür zwei Mitarbeiterinnen mitgebracht – Antje Bleck, selbst Kliestowerin, und Ivonne Mendel aus dem städtischen Ordnungsamt. Sie seien Ansprechpartner, wenn es etwa um Genehmigungen für Straßensperrungen oder einen Markt gehe. Er sehe die Beratung als „gemeinsamen Startschuss“ zur 700-Jahrfeier, so der Bürgermeister vor den knapp 30 Anwesenden.

Die Entscheidung des Ortsbeirates, die Moderation der Runde in andere, neutrale Hände zu legen, erwies sich als goldrichtig: Bärbel Kaupp, seit 27 Jahren Kliestowerin, wie sie erklärte, machte ihre Sache mit Unterstützung von Michael Macht und mit einem „Fahrplan“ für den Abend gut.

Auf dem ersten Blatt am großen Schreibpult im Saal stand zunächst ein Datum: Die Kliestower 700-Jahrfeier soll am 15. und 16. August 2020 stattfinden. Nur wo genau, das muss erst noch geklärt werden. Denn der traditionelle Festplatz an der ehemaligen Gaststätte ist Privatgelände. Mit den Eigentümern soll geredet werden.

Im Laufe des Abends wurden jedoch auch andere Ideen dazu laut. Man könne auch die Straße sperren und diese zum Festgelände oder Marktplatz machen, meinten einige Kliestower. Dass auch der Park in die Festplanung einbezogen werde, wünschte sich Hildegard Teschner.

Diese Fragen zu klären, wird zu den Aufgaben der Arbeitsgruppe Fest- und Marktplatz unter Leitung von Bärbel Kaupp gehören. Sie wurde nebst den Arbeitsgruppen Festumzug, Finanzen, Kulturprogramm, Chronik/Festschrift und See gegründet.

Koordinieren soll die Vorbereitungen ein fünfköpfiges Festkomitee, dem neben der Vorsitzenden des Kliestower Heimatvereins Hannelore Kompa auch Pfarrerin Gabriele Neumann, Michael Macht, Rolf Strecke und Bernd Meergans aus dem Ortsbeirat angehören. Ortsvorsteherin Gudrun Heinrich wollte sich zurück halten.

Doch die Frage, wer eigentlich als Veranstalter agieren und zum Beispiel die nötige Haftpflichtversicherung abschließen soll, ist noch nicht geklärt. Ein Verein, wie der Heimatverein, käme dafür eher infrage als der Ortsbeirat, erklärte die Vertreterin des Ordnungsamtes.

Festkomitee und Arbeitsgruppen können auf viele gute Ideen und Angebote aufbauen, die am Montagabend geäußert wurden. Die Palette reicht von der Bereitschaft zur Mitarbeit an Chronik und Festschrift sowie Gestaltung einer Internetseite (Ulrich Schultheiß) über Bootsregatta und Lichterfahrt auf dem See (Karsten Richter), die Gestaltung des Festplatzes als Markt (Rolf Strecke), Kutschfahrten um den Hexenberg (Hildegard Teschner) und eine Kliestow-Ausstellung im Gemeindehaus (Hannelore Kompa) bis zur Idee, die ortsansässige Bäckerei Heidenreich könne ein Kliestow-Brötchen kreieren. Jenes solle ein paar Cent mehr kostet, die in die Festfinanzierung fließen. Denn aus dem Stadtsäckel können die Kliestower keine große Unterstützung erwarten.

Neben der Kita, Wichern-Diakonie und dem Pferdehof soll auch der berühmteste Kliestower, Ex-Boxer Axel Schulz, für die Mitgestaltung der 700-Jahrfeier gewonnen werden. Und für DJ Achim Orthen wäre die Moderation ein „Heimspiel“, hieß es.

Festkomitee und Arbeitsgruppen kommen am 14. Februar, ab 18 Uhr das nächste Mal im Feuerwehrhaus zusammen.

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