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Hauptausschuss
Strausberg fördert Märkische Musiktage

Im vorigen Jahr: Professor Werner Tast unterrichtet Nele Schnell, Jessica und Genia Rebbelin (v. l.) im Rahmen der Märkischen Musiktage an der Musikschule „Hugo Distler“.
Im vorigen Jahr: Professor Werner Tast unterrichtet Nele Schnell, Jessica und Genia Rebbelin (v. l.) im Rahmen der Märkischen Musiktage an der Musikschule „Hugo Distler“. © Foto: Gerd Markert
Jens Sell / 16.01.2019, 19:16 Uhr
Strausberg (MOZ) Manchmal wirkt Werbung überzeugender, wenn Dritte ihre Einschätzung abgeben. Das mag sich der Leiter der Musikschule Hugo Distler, Ale-xander Braun, gesagt haben, als er am Montagabend im Hauptausschuss der Strausberger Stadtverordnetenversammlung den Förderantrag für die Märkischen Musiktage seiner Eggersdorfer Einrichtung begründen sollte. Dafür hatte er nämlich den russischen Journalisten und Musiker Sergej Gaponow mitgebracht, der den Ausschussmitgliedern den Blick weitete und ihn aus Moskauer Perspektive auf diese Werkstattwoche lenkte: „Am Moskauer Konservatorium ist das Projekt gut bekannt. Schüler  von dort bezahlen die gesamte Reise selbst, um daran teilzunehmen“, berichtete Ga-ponow. Im vergangenen Oktober waren fünf Moskauer Musikgymnasiasten für eine Woche in Eggersdorf, um bei renommierten Professoren ihre Fertigkeiten zu vervollkommnen. Ziel des Projektes sei die Vermittlung kultureller Bildung durch das Medium Musik, heißt es im Antrag auf finanzielle Unterstützung. Zielgruppe seien zehn- bis 27-jährige Schüler und Studenten. Neben denen aus Brandenburg nehmen auch welche aus Berlin, Moskau und Gent teil. „Die Russen staunen immer, dass so etwas nicht in Berlin, sondern auf dem Lande stattfindet“, ergänzte Sergej Gaponow.

Im zuständigen Ausschuss für Bildung, Jugend, Kultur, Sport und Soziales war der Antrag zwar positiv beschieden, aber um persönliche Erläuterungen im Hauptausschuss gebeten worden. Alexander Braun betonte denn auch, dass die Eggersdorfer Einrichtung im ganzen Landkreis aktiv sei. Abschluss- und Preisträgerkonzerte habe es im Oktober deshalb auch im Kulturhaus  Seelow, in der Erlengrund-Halle Altlandsberg und in der Tonhalle Strausberg gegeben. Letztere war allerdings spärlich besucht. In diesem Jahr soll das Strausberger Abschlusskonzert in der Seniorenresidenz Jenseits des Sees stattfinden. Allerdings ist im Beschlusstext immer noch vom Abschlusskonzert in der Tonhalle die Rede.

SPD-Fraktionsvorsitzende Sibylle Bock tat sich anfänglich schwer mit einer Zustimmung: „Wir haben eine Förderrichtlinie mit Kriterien wie der Auflistung von Einnahmen und Ausgaben, die fehlen mir auf diesem Tableau.“ Ihr gehe es auch um die Gleichbehandlung aller Vereine und sie fürchte, eine Altlandsberger Veranstaltung mit zu fördern. Dem Beschlussentwurf war eine Übersicht über Einnahmen und Ausgaben in jeweiliger Gesamthöhe von 8950 Euro beigefügt, zu denen der Landkreis 2625 Euro, Strausberg und Altlandsberg jeweils 1000 Euro beisteuern sollten. Bürgermeisterin Elke Stadeler warb dafür. Alle Hauptausschussmitglieder stimmten zu. (js)

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