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Amtsdirektor begründet Maßnahme an der Stützkower Brücke im Amtsausschuss

Infrastruktur
Absperrung jetzt kindersicher

Auf Dauer kein Durchgang: Das Amt Oder-Welse ließ Bauzaunelemente und ein neues Schild an der gesperrten Stüzkower Brücke zum Nationalpark anbringen.
Auf Dauer kein Durchgang: Das Amt Oder-Welse ließ Bauzaunelemente und ein neues Schild an der gesperrten Stüzkower Brücke zum Nationalpark anbringen. © Foto: Oliver Voigt
Kerstin Unger / 17.01.2019, 06:30 Uhr
Stützkow (MOZ) Die Sperrung der Stützkower Brücke vor Weihnachten war kürzlich auch in der Sitzung des Amtsausschusses Oder-Welse ein Thema. Doris Stöckmann aus Schöneberg wollte wissen, weshalb Bürgermeister, Ortsvorsteherin und Bürger nicht informiert wurden. Am 13. Dezember sei in der Gemeindevertretung die notwendige Maßnahme angesprochen worden, aber nicht die Sperrung. „Was ist zwischen dem 13. und 20. Dezember passiert“, wollte sie wissen. Seit zwei Jahren ist bekannt, dass die Brücke sanierungsbedürftig ist, die Gemeinde jedoch die 20 000 bis 30 000 Euro allein für die Feststellung des Ausmaßes nicht aufbringen könne.

Die Brücke, erklärte Amtsdirektor Detlef Krause, sei Thema in drei Gemeindevertretersitzungen gewesen. Der Handlungsbedarf war hinreichend bekannt. „2015 wurde festgestellt, dass für eine abschließende Beurteilung eine Begutachtung per Boot nötig ist, um die Statik der Brücke festzustellen. Bis heute ist nichts passiert. Die Mängel wurden nicht abgestellt“, sagte er. Die Gemeinde sei Eigentümerin und habe die Verkehrssicherungspflicht. Die Ordnungsbehörde müsse damit umgehen.

Die Brücke ist 18 Jahre alt. Sie wurde für zehn Jahre konzipiert, weil der Kanal ursprünglich verbreitert werden sollte. Das sei nicht passiert. Im Ernstfall hafte der Bürgermeister. Weil die Unterhaltungsstrukturen und die gründliche Begutachtung der Brücke fehlen, habe die zuständige Ordnungsbehörde die Sperrung veranlasst. „Es war ein ungünstiger Zeitpunkt vor Weihnachten“, stimmte Detlef Krause zu. „Aber wer hätte die Absicherung übernommen, wenn Gruppen von Leuten von der Brücke mit Feuerwerk Silvester feiern“, meinte er. Geld hätte zur Verfügung gestanden. Das Thema sei aber nicht thematisiert worden. „Welches Geld“, fragte Doris Stöckmann. Die Gemeindevertretung müsse entscheiden, wofür sie Geld ausgibt, meinte der Amtsdirektor. „Für Instandsetzungen sind keine Fördertöpfe vorhanden.“

Bei der NVA habe er gelernt, dass Gefahren durch Resonanz nur im Gleichschritt auftreten, bemerkte Rüdiger Samain. „Glaube hilft uns in der Kirche weiter, nicht in der Physik“, so Detlef Krause. Auf die Frage von Bettina Locklair, ob nicht eine Sperrung für Fahrzeuge gereicht hätte, entgegnete der Amtsausschussvorsitzende Gerd Regler: „Mit Blick auf die Feierlichkeiten wurde die Brücke sicherheitshalber gesperrt. Ich halte das für angebracht.“

Der Amtsdirektor informierte, dass ein neues Schild an der Brücke angebracht wurde, weil das vorherige sowie die Kette entfernt worden seien. Das werde eine Anzeige nach sich ziehen. Dann müsse aber auch eine bessere Sicherung wegen der Kinder geschaffen werden, sagte Bürgermeister Wilfried Schramm. „Das wird gemacht“, versicherte Detlef Krause.

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