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Einwohnerversammlung
Storkow investiert 4,4 Millionen Euro

Symbolfoto
Symbolfoto © Foto: pixabay
Bernhard Schwiete / 17.01.2019, 06:30 Uhr
Storkow (MOZ) Die Stadt Storkow investiert im neuen Jahr 4,4 Millionen Euro. Das hat Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig bei der Einwohnerversammlung am Dienstagabend angekündigt. Allerdings ist der neue Haushalt noch nicht beschlossen.

Etwa 60 Besucher waren zu der traditionellen Jahresauftakt-Versammlung in den großen Saal auf der Burg gekommen. Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig servierte ihnen in ihrem 45-minütigen Vortrag einen kleinen Rückblick, einen Statistik-Teil und einen Ausblick, der voller Optimismus war. Das liegt in erster Linie an der finanziellen Situation der Stadt, die in der Vergangenheit noch von Schwierigkeiten geprägt war.

Das ist nun jedoch vorbei. Zwar liegt der Jahresabschluss für 2018 noch nicht vor, doch geht man in der Stadtverwaltung davon aus, dass der Fehlbetrag im Haushalt, der die Investitionsmöglichkeiten jahrelang einschränkte, nun komplett verschwunden ist. Was bleibt, ist eine Schuldenlast von 8,15 Millionen Euro, die aus Krediten stammt, die sämtlich vor dem Jahr 2002 aufgenommen wurden, unter anderem für die Erschließung des Gewerbegebietes. „Wir werden in den nächsten Jahren mehr tilgen, weil wir es uns leisten können“, sagte die Bürgermeisterin.

Für den neuen Haushalt, den die Stadtverordnetenversammlung im März beschließen soll, ergeben sich aber auch aus anderen Gründen mehr Spielräume. Die Gewerbesteuereinnahmen stiegen auf zuletzt 2,1 Millionen Euro im Jahr, auch bei der Einkommensteuer ist die Entwicklung positiv. Die Senkung der Kreisumlage beschert der Stadt weitere 200 000 Euro zusätzlich, über die sie verfügen kann. In die 4,4 Millionen Euro, die 2019 investiert werden sollen, sind allerdings Fördermittel eingerechnet.

Cornelia Schulze-Ludwig legte eine stattliche Liste von Projekten vor, in die in diesem Jahr Geld fließen soll. Die Turnhalle in der Altstadt wird energetisch saniert, das Sportlerheim des Storkower SC und die Kegelbahn werden saniert, für das Helios-Gelände in der Altstadt wird ein Abrisskonzept erstellt, damit 2020 die alten Mauern fallen können. Abgerissen werden soll auch der verbliebene alte Wohnblock in der Fürstenwalder Straße. „Die Verhandlungen mit dem derzeitigen Eigentümer laufen“, sagte die Bürgermeisterin. Aus der neu gewonnenen Freifläche soll dann ein Gewerbegebiet werden.

An der Europaschule wird der seit langem ersehnte zweite Rettungsweg für den H-Bau errichtet, H- und E-Bau erhalten Aufzüge, und die Außenanlagen werden neu gestaltet. Am Bahnhof wird ein neuer Gehweg errichtet und eine neue Beleuchtung installiert, im neuen Kreisverkehr an der B 246 wird die Grünfläche gestaltet.

Auch in den Ortsteilen soll sich einiges tun: In Philadelphia entsteht eine neue Fahrzeughalle für die Feuerwehr, ebenso in Kehrigk, wo es zusätzlich auch einen neuen Gemeindesaal gibt. In Kummersdorf läuft die Planung für ein neues Gemeindehaus an, die Kita Kanalkieker (ehemals Buratino) erhält neue Außenanlagen, außerdem wird die Küche der Einrichtung erweitert.

Und die Einwohnerzahl? Auch da hat die Stadt zugelegt. Zum Jahresende gab es 9204 Storkower, 73 mehr als Ende 2017. „Damit entwickeln wir uns entgegengesetzt zu den Prognosen“, so die Bürgermeisterin. Zu verdanken sei der Einwohnerzuwachs dem anhaltenden Zuzug.

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