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Einwohnerversammlung für Insek in Angermünde ohne Einwohner / Dobberzin schreibt Stadtentwicklung mit

Stadtentwicklung
Zukunftsspiel für Stadt-Land-See

Daniela Windolff / 17.01.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 17.01.2019, 17:45
Angermünde (MOZ) Die Runde der Einwohnerversammlungen in Vorbereitung des neuen Angermünder Stadtentwicklungskonzeptes INSEK geht weiter. In Angermünde selbst kamen jedoch keine Bürger. Nur der Ortsteil Dobberzin war mit zwei Gästen vertreten.

Viel Theorie, viel Papier und viele Absichtserklärungen, das macht INSEK, das integrierte Stadtentwicklungskonzept Angermünde für den Normalbürger schwer fassbar. Worum geht es: „Um ein Leitbild für die Stadt und die Ortsteile, in dem sich alle wiederfinden. Um ein gemeinsames Entwicklungsziel“, erklärt Susanne Tahineh. Die Chefin der Angermünder Bauverwaltung tourt derzeit mit ihren verantwortlichen Mitarbeitern durch alle Angermünder Ortsteile, um dieses Projekt zu erklären und die Einwohner zu motivieren, ihre Sicht, Meinungen und Ideen mit einfließen zu lassen.  Doch die Resonanz ist von Ort zu Ort unterschiedlich. „In einigen Orten, wie zum Beispiel in Günterberg oder Altkünkendorf, hatten sich die Ortsbeiräte im Vorfeld sehr gut vorbereitet und viele Bürger mobilisiert“, berichtet Susanne Tahineh.

In Angermünde jedoch verpuffte die Chance der Mitgestaltung. Im Ratsaal saßen am Dienstag Abend zur Einwohnerversammlung für die Stadt und den Ortsteil Dobberzin ganze zwei Gäste! Zwei Dobberziner: Wolfgang Neudeck und Klaus Kohlmay, engagierte Mitglieder des Dorfvereins, der seit einigen Jahren den kleinen Vorort von Angermünde aufblühen und zusammenwachsen lässt. Der Grund für die Leere im Rathaussaal war jedoch offenbar nicht das Desinteresse der Bürger, sondern mangelnde Information über die Termine seitens der Stadtverwaltung. Auch Wolfgang Neudeck und Klaus Kohlmay hatten erst ganz kurzfristig von der Versammlung erfahren.

In den vergangenen Wochen hatte das Planungsbüro Urban Catalyst die Ortsteile besucht und Bürger interviewt. Jetzt wurden Fragebögen verteilt, in denen Einwohner ihre Einschätzungen, Hinweise und Ideen zu verschiedenen Themen und Lebensbereichen formulieren können. Da geht es zum Beispiel um das Ortsbild, um Wohnbedingungen, Mobilität und Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, um Arbeitsmöglichkeiten, gesundheitliche Versorgung und Freizeitmöglichkeiten. Dabei wird zum einem um die Bewertung auf einer Skala zwischen kritisch und sehr gut gebeten, zum anderem wird gefragt, worin aktuelle Probleme bestehen und was passieren muss, damit sich die Situation verbessert.

Für Dobberzin haben die beiden Vertreter ganz konkrete Schwerpunkte im Visier. der Mündeseerundweg, der durch Dobberzin fürht, müsse endlich geschlossen werden. Eine Anbindung des Bauernsees ans Radwegenetz wäre wünschenswert und die alte Pflasterstraße müsse saniert werden. Die Nähe zu Angermünde und die gute Verkehrsanbindung sorgt für weiteren Zuzug. Doch vor allem wachse die Dorfgemeinschaft zusammen und das ist der Verdienst des rührigen Dorfvereins, in dem fast jeder Dritte Mitglied ist. Dessen Aktivitäten, wie der Bootskorso auf dem Mündesee oder Konzerte in der Kirche, strahlen sogar nach Angermünde und ins Umland aus. Doch die beiden wollen nicht allein für Dobberzin sprechen und sich nun mit dem Dorfverein beraten und die Fragebögen persönlich an alle Haushalte des Dorfes verteilen, damit jeder Dobberziner die Chance hat, mitzugestalten. Die Zeit ist allerdings sehr knapp. Ende Februar soll es bereits Auswertungsrunden geben.

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Edwin Berlin 17.01.2019 - 12:24:07

Keine Angermünder Bürger anwesend !

Ich weiß nicht weshalb die Bürgerversammlung nicht ordentlich bekannt gemacht wurde. Absicht oder nur schlecht kommuniziert ? Ich hätte gerne teilgenommen und meine Anregungen eingebracht. Andere Bürger sicherlich auch. Die Auftaktveranstaltung am 30 November war ja sehr gut besucht und die Hoffnung auf ein gutes Ergebnis durch intensive Bürgerbeteiligung geweckt worden. Ich rege an die Einwohnerversammlung zu wiederholen und den Termin rechtzeitig und öffentlichkeitswirksam bekannt zu geben.

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