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Schüler der Klassen fünf bis zwölf des Praetorius-Gymnaisums beteiligen sich am Wettbewerb „Jugend forscht“

Jugend forscht
Neuem Wissen auf der Spur

Olav Schröder / 17.01.2019, 07:00 Uhr
Bernau (MOZ) Einige Tests laufen noch, erste Ergebnisse liegen aber bereits vor: Schüler von der fünften bis zur zwölften Klassenstufe des Paulus-Praetorius-Gymnasiums in Bernau bereiten sich auf ihre Teilnahme am Wettbewerb „Jugend forscht“ vor, der in wenigen Wochen beginnt.

Woran kann man erkennen, welche Mandarinen in der Obstschale bald zu schimmeln anfangen? Welche Strategie könnte Beutetieren in der Evolution das Überleben ermöglicht haben? Diese und ähnliche Fragen werden von den Schülern in Projektgruppen untersucht, dokumentiert und ausgewertet. Oder wie Schulleiter Ingolf Hansch sagt: „Wir wollen die Schüler damit zur wissenschaftlichen Arbeitsweise anstiften.“ Am Ende winkt ihnen nicht nur - wie in der Vergangenheit geschehen - die Teilnahme am Landes- oder Bundeswettbewerb. Auch bei der Bewerbung um einen Studienplatz erhöhe eine Jugend-forscht-Urkunde die Chancen. Wöchentlich findet die Jugend-forscht-AG statt, die von den Lehrern Uwe Metzner, Christoph Saremba und Roland Schmidt betreut wird. Den nur einmal im Jahr vergebenen Schulpreis von einem Studienreiseunternehmens erhielt das Gymnasium 2018.

Dass sich Schülerforschung in der Stadt niederschlagen kann, dafür geben Felician und Filibert Heim ein Beispiel. Ihr rund 70-seitiges Konzept für einen Erlebnispfad bei Waldfrieden basiert auf einer Artenkartierung und soll mit Beschluss der Stadtverordneten realisiert werden.

Das Phänomen Stress interessiert mehrere Schüler. Felicitas Lampe und Eric Bernatzki untersuchen, wie Coffein die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit beeinflusst. Ihr Ergebnis: Die Reaktionszeit wird minimal, die Konzentration deutlich verbessert, allerdings nur bei geringen Mengen. Bei höheren Dosierungen verstärken sich unerwünschte Nebenwirkungen.

Nele Lehmberg, Hanna Fietz und Emma Protz fanden heraus, dass der Blutdruck und damit der Stress bei nerviger Beschallung weniger stark steigt, wenn ihre Probanden die selbst hergestellten Antistressbälle kneten. Wie Lichtverschmutzung durch Straßenlaternen oder Reklame den Schlaf behindert, untersuchten Lillian Branding, Paula Schlief und Adrienne Wernicke. Mit einem Ohr-Messgerät hielten sie Herzfrequenz und Körpertemperatur von Schlafenden bei unterschiedlicher Beleuchtung fest. So können sie Rückschlüsse auf die Ausschüttung des Tag-Nacht-Hormons Melatonin ziehen. Noch sind nicht alle Daten ausgewertet. Ihre These aber lautet: Blaues Licht behindert den Schlaf am stärksten, gelbes Licht schränkt ihn ein.

Eine bei Fans von Computerspielen beliebte Theorie untersuchen Phoebe Mampe und Maximilian Schulz: Bei 150 Testpersonen fanden sie heraus, dass das Reaktionsvermögen durch Computerspiele erhöht ist, aber nach kurzer Zeit schon keine Fortschritte mehr erzielt werden.

Um vegane Ernährung geht es Fine Naroska und Gianna Riccius. Sie wollen wissen, ob eine einmonatige Umstellung die sportliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie das Wohlbefinden verändert. Ebenfalls um Ernährung geht es bei Florence-Joy Herbrand und Luca Schumacher. Sie analysieren, ob ph-Wert, Leitfähigkeit und andere Eigenschaften ein baldiges Schimmeln bei Obst anzeigen. Ihr Ziel ist es, dass weniger Lebensmittel im Abfall landen.

Auf zwei Jahre angelegt ist das Projekt von Charlotte Decker, Julia Merk und Nina Lisa Richter. Sie ersetzen Beute- und Raubtiere durch Robotermodelle. Ermittelt wird, wie oft Beutetiere bei bestimmten Ausgehzeiten berührt - sprich gefressen - werden.

Zu einem Tag der offenen Tür lädt das Gymnasium am 26. Januar von 9 bis 12 Uhr ein.

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