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Ganz Neuruppin auf einen Klick

Überarbeitet: Das Geoportal der Stadt beinhaltet auch das Baulandkataster
Überarbeitet: Das Geoportal der Stadt beinhaltet auch das Baulandkataster © Foto: Siegmar Trenkler
Siegmar Trenkler / 17.01.2019, 13:31 Uhr
Neuruppin (MOZ) Die Neuruppiner Verwaltung ist ihrem Ziel, mehr digitale Angebote für die Bürger zu machen, ein deutliches  Stück näher gekommen. Im überarbeiteten Geoportal der Stadt sind seit Kurzem viele Informationen leicht zugänglich.

Es ist nicht so, dass dadurch Besuche in der Stadtverwaltung künftig komplett überflüssig werden. Doch das Portal kann immerhin Antworten auf einige Fragen liefern, die sonst viel Papier und  Arbeitszeit kosten würden. Da ist beispielsweise das Baulandkataster, das Ende des Jahres beschlossen wurde.  Mit der Ausweisung des Werks mit dem sperrigen Namen soll Investoren und Bauwilligen ermöglicht werden,  schnell zu sehen, wo es in der Fontanestadt und ihren Ortsteilen noch Flächen gibt, auf denen Baurecht besteht. Obwohl das Kataster erst seit Anfang Dezember besteht, gibt es ein reges Interesse. Allein in der vergangenen Woche hatten sich elf Interessenten auf Grundlage des Katasters an die Stadtverwaltung gewandt.

Diese Übersicht von verfügbarem Bauland soll ein Schritt auf dem Weg dahin sein, dem von der Politik oft beklagten Mangel abzuhelfen, ohne gleich neue Flächen ausweisen zu müssen, die den Naturraum weiter zersiedeln würden. So sollen in der Innenstadt und den Ortsteilen zuerst diejenigen Areale bebaut werden, auf denen Wohnhäuser errichtet werden könnten. Eine Baugenehmigung muss zwar auch dort ganz regulär gestellt werden. Es bedarf aber keiner zusätzlichen Bebauungspläne.

Diese Flächen zu sammeln und aufzulisten, war das Ziel des Katasters. Damit das Werk, das derzeit immerhin rund 370 Grundstücke ausweist,  möglichst immer auf dem neuesten Stand ist, wird es laufend an aktuelle Entwicklungen angepasst. Das auf Papier darzustellen, wäre ein sehr aufwendiges Unterfangen. Nicht zuletzt deshalb sind die Daten nun komplett im Geoportal der Stadt einsehbar.

Mit wenigen Klicks können sich Interessierte dort einen Überblick verschaffen. Die Grundstücke, auf denen gebaut werden dürfte, sind nummeriert, um sie schneller zuordnen zu können. Doch teilweise ist es über das Portal sogar möglich, sich gleich an den Eigentümer zu wenden, um Anfragen zu Bauvorhaben oder Verkauf zu stellen. Damit das auf der Seite steht, mussten die Grundstückseigentümer im Vorfeld ihre Erlaubnis geben.  Auch zu denjenigen, die das nicht direkt wollten, können Bauwillige aber Verbindung aufnehmen, und zwar über die Stadtverwaltung. Die richtigen Ansprechpartner müssen nicht erst recherchiert werden. Das Geoportal weist sie mit einem einzigen Knopfdruck aus.

Es ist nicht nur das Baulandkataster, dessen Informationen grafisch aufbereitet wurden. Naturschutzgebiete und so ziemlich jede Satzung mit räumlich unterschiedlichen Auswirkungen lässt sich über die Karte legen: von Bauplänen, dem Flächennutzungsplan, über die Innenbereichs- oder die Gestaltungssatzung, Informationen zum Sanierungsgebiet, der Zweitwohnungssteuer, Wahl- und Schulbezirken oder bis hin zum Winterdienst. All diese Satzungen können auf der Seite links neben der Karte einzeln ausgewählt werden. Eines sollten Nutzer aber nicht machen, wie Hauptamtsleiterin Jutta Mießner berichtete: das Häkchen beim Überordner Bauleitplanung setzen. Dann nämlich versucht die Seite, alle Baupläne gleichzeitig zu laden, um sie über die Karte zu legen, was sehr lange dauert. „Wir sind dabei, das noch zu ändern“, so Mießner.

Zu finden ist das Portal auf gisportal.neurupppin.de oder über die Seite www.neurupppin.de und das Globussymbol am rechten oberen Bildrand. Über das unten in der rechten Menüleiste angeordnete Symbol „Objekt-Info“ werden zusätzliche Informationen angezeigt. Wer auf einzelne Objekte doppelt klickt, landet auf weiterführenden Informationen, wie etwa dem zuständigen Sachbearbeiter bei der Stadtverwaltung.

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