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Entwicklungskonzept
Vorschläge für Dollgows Zukunft

Für Kulturinteressiere: Auf drei Stelen finden Interessierte Informationen über Leben und Werk der Strittmatters.
Für Kulturinteressiere: Auf drei Stelen finden Interessierte Informationen über Leben und Werk der Strittmatters. © Foto: MOZ/Matthias Henke
Matthias Henke / 17.01.2019, 14:00 Uhr
Dollgow (MOZ) In der Fortschreibung des Entwicklungskonzeptes der Gemeinde Stechlin kommt Dollgow eigentlich gut weg. „Die Entwicklung verläuft in ruhigem Fahrwasser“, heißt es da. Seit 2006 konnten die Beschilderung für Wanderer und Radfahrer erneuert, der Strittmatter-Gedenk­ort umgesetzt sowie die Halle der Landwirtschaftssammlung und ein Spielplatz an der Badestelle errichtet werden. Das Erntefest habe überregionale Strahlkraft, Strittmatter-Gedenkort, Strittmatter-Grab und gelegentliche Öffnungen des Strittmatter-Wohnhauses bringen Kulturinteressierte in das Dorf. Gaststätten und Pferdesportangebote stehen Besuchern zur Verfügung. Alles eitel Sonnenschein also? Nein. Die Einwohnerzahl ist trotz der vorgezeichneten positiven Entwicklungen rückläufig, innerhalb der Gemeinde Stechlin sogar am stärksten. Ein Minus von fast 13 Prozent sei im Vergleich zu 2006 zu verzeichnen.

Was ist nun an Ideen für die Zukunft vermerkt? Vier Punkte hebt das Konzept hervor, wobei diesen eher nachrangige Priorität beigemessen wird. Da ist zum einen der Uferweg im Bereich der Ortslage, der als zweibahniger Weg für Reiter und Fußgänger angelegt werden soll. Zum anderen könnte ein weiteres Stück Gehweg befestigt werden, zwischen der Straße von Hindenberg (Friedhof) und der Wendeschleife. Entspannt werden soll die Verkehrssituation in Schulzenhof. Die Heimat der Strittmatters wird gelegentlich von Reisebussen angesteuert, wobei das Durchfahren und Wenden nicht ganz einfach sei.  Ebenso sei bislang auch das Wenden von Müllfahrzeugen auf dieser Fläche nur informell möglich.

Nach einigem Hin und Her unter den Gemeindevertretern ist die Stege auch weiter Bestandteil des Konzepts. Die Stege ist einer der drei traditionellen Ortsverbindungen zwischen Dollgow und Menz zwischen Neuruppiner Straße im Westen und Lindower Straße im Osten. Letztere sind in großen Teilen mit Kopfsteinpflaster befestigt, die Stege als eher informelle Wegeführung dagegen eine Kombination aus unbefestigten Feld- und Waldwegen. In Menz ist die Straße bereits mit neuen Baumreihen bepflanzt. Wäre es nicht von Vorteil, die Piste zu befestigen? Sie könnte künftig als Fuß- und Radwegeverbindung dienen und würde auch eine günstige Verlängerung des Radweges Hindenberg – Dollgow darstellen. Mit Anliegern und dem Naturschutz gilt es sich zu verständigen. Für eine mögliche Herrichtung mit einer Breite von drei Metern soll erst einmal ein Konzept her sowie eine Kostenschätzung, heißt es. Bis zu einem Ausbau soll durch Pflege der Bepflanzung zumindest die Nutzung als Weg gewährleistet bleiben. (mhe)

Kuriosum am Rande: Wer sich beim Internetkartendienst „Google Maps“ über die Lage von Dollgow informieren will, erhält – zumindest in der Satellitenansicht – einen Eindruck davon, wieviel Trubel beim Erntefest herrscht. Die Aufnahme wurde offenbar an einem solchen Festtag gemacht. Hunderte Autos parken auf einem Acker am Ostrand des Ortes, dutzende Landmaschinen stehen für den Umzug bereit. Nur entlang der Dorfstraße ist noch vergleichsweise wenig los.

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