Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Ortsbeirat Börnicke erneuert seinen Antrag an die Stadtverordnetenversammlung

Zwang
Hunde sollen an die Leine

So könnte es kommen: Lutz Sickert führte am Donnerstag seine drei Hunde in Ladeburg aus – bereits vorbildlich an der Leine.
So könnte es kommen: Lutz Sickert führte am Donnerstag seine drei Hunde in Ladeburg aus – bereits vorbildlich an der Leine. © Foto: Sergej Scheibe
Kai-Uwe Krakau / 17.01.2019, 20:22 Uhr - Aktualisiert 19.01.2019, 12:14
Börnicke (MOZ) Der Ortsbeirat bleibt dabei: Für alle Hunde soll es in Börnicke eine generelle Anleinpflicht für Hunde geben. Einen entsprechenden Beschluss fasste das zweiköpfige Gremium, das Mitglied Heiko Jesse fehlte, am Mittwochabend einstimmig.

Ortsvorsteher Matthias Jitschin erinnerte zunächst daran, dass die Vorlage bereits in der Stadtverordnetenversammlung beraten wurde und „ein großes Echo“ hervorgerufen habe. Schließlich sei der Vorschlag erneut in die Ortsbeiräte verwiesen worden. „Wir haben den Antrag für Börnicke gestellt und nicht für die ganze Stadt“, stellte der Ortsvorsteher klar. Die Verwaltung hatte zuvor darauf hingewiesen, dass eine Anleinpflicht für das gesamte Stadtgebiet geregelt werden müsste.

Jitschin informierte den Ortsbeirat und die anwesenden Einwohner auch darüber, dass ihm die Stadtverordnete Michelle Petroll (Linke) entsprechendes Material zum Thema aus „naturschutzfachlicher Sicht“ zur Verfügung gestellt habe. „Wir sind aber der Auffassung, dass die Sicherheit vor dem Tierwohl stehen muss“, betonte Jitschin. Man wolle „bei 133 Kindern und vielen Hunden“ präventiv wirken. Zudem gebe es in Börnicke fast nur große Grundstücke, auf denen sich die Vierbeiner austoben könnten. „Wie soll denn die Anleinpflicht überwacht werden?“, wollte Ekkehard Koch wissen. Der Ortsvorsteher verwies lediglich darauf, dass es dann genügend Auslaufgebiete geben müsse.  Die Vorlage wird nun in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 31. Januar,  erneut behandelt.

Der Ortsbeirat hatte in seiner Vorlage als positives Beispiel die Nachbargemeinde Ahrensfelde und die  dortige Leinenverordnung genannt. Die Stadtverwaltung Bernau geht unterdessen davon aus, dass die Anzahl der Hunde in den vergangen Jahren in Börnicke nicht stark zugenommen hat. Zum Stichtag 23. Mai 2017 seien 47 steuerlich erfasste Hunde registriert worden. Darüber hinaus habe es im Zusammenhang mit der Hundehalterverordnung auch keine diesbezüglichen Verwaltungsverfahren gegeben. „Kontrollen durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes finden stichprobenartig und anlassbezogen im gesamten Stadtgebiet statt“,  heißt es in der Stellungnahme. Wenn die öffentliche Sicherheit und Ordnung durch freilaufende Hunde gefährdet sei, könnten die Bürger dies melden.

Die Verwaltung betont abschließend, dass sie zur Abwehr von Gefahren durchaus Verordnungen erlassen kann. Dies sei aber nur in „unabweisbar notwendigen Fällen“ möglich. Im Wunsch des Ortsbeirates Börnicke sehe man das jedoch nicht, heißt es aus dem Rathaus.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG