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Laufevent
Spargellauf zieht vom Schlosspark nach Kremmen

Marco Winkler / 18.01.2019, 06:00 Uhr
Kremmen (MOZ) Der Spargellauf zieht in diesem Jahr aus dem Oranienburger Schlosspark ins Scheunenviertel nach Kremmen. Das bestätigte Hans-Jürgen Köhler, Vorsitzender vom ausrichtenden Verein, dem Team Oberhavel.

„Wir werden den Lauf in Kremmen durchführen“, sagte Köhler am Donnerstag auf Nachfrage des Generalanzeigers. „Es ist so gut wie alles abgesprochen, es gibt kein Zurück mehr.“ Den Konjunktiv lässt er gleich bleiben. Die Verlegung des Laufs sei keine Überlegung oder Absichtsbekundung mehr, sondern ein Fakt, dem momentan der noch fehlende Feinschliff verpasst werde. „Wir müssen die Streckenführung präzisieren“, sagte Köhler, der das künftige Laufareal schon gemessen hat. Im Schlosspark konnten Läufer 1 600 Meter in einer Runde zurücklegen. In Kremmen ist der Platz im historischen Viertel begrenzt. „Wir kommen auf gut 800 Meter“, so Köhler. Dennoch soll sich am Ablauf nichts ändern. Pro gelaufener 400 Meter gibt es eine Stange Spargel.

Der Umzug habe laut Köhler keine finanziellen Gründe. Auch sei der Verein mit der Zusammenarbeit mit dem Schlossparkbetreiber, der Tourismus und Kultur Oranienburg (TKO), nicht unzufrieden gewesen. „Die Überlegungen, den Lauf in Kremmen durchzuführen, gab es von Anfang an“, sagte Köhler. „Die meisten Mitglieder haben sich vor Jahren jedoch für Oranienburg entschieden.“ Nun hätten sich die Mehrheiten gewandelt. Ausgerichtet wird der Lauf am 24. Mai, das Anmeldeformular – die Läuferanzahl ist begrenzt – soll ab Anfang März auf der Online-Präsenz vom Team Oberhavel stehen. „Es ändert sich nur der Ort, sonst nichts“, so Köhler.

Hinter den Kulissen ändert sich allerdings etwas: Die TKO, die bisher einen Teil der organisatorischen Last vom Team Oberhavel nahm, ist als Unterstützer raus. Im Scheunenviertel wird zudem auf öffentlichen Straßen gelaufen. Das muss abgesichert werden. Verkehrsrechtliche Genehmigungsbehörde ist der Landkreis. Die Stadt Kremmen wird dazu angehört. Noch sei das nicht geschehen, sagte Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (CDU). Er kann sich für die Idee begeistern: „Ich befürworte die Veranstaltung.“

Der Sponsor des Laufs, der Spargelhof Kremmen, steht laut seiner Marketingchefin Beate Gebauer dem Anliegen ebenfalls aufgeschlossen gegenüber. „Wir hoffen, dass es eine gleichwertige Lösung für alle gibt“, so Gebauer, „und alle Beteiligten mitgenommen werden.“ Noch sei die Infrastruktur ein Thema. Im Scheunenviertel gibt es kaum Parkplätze. Dafür seien die Parkflächen auf dem Spargelhofgelände aber ausreichend, argumentierte Hans-Jürgen Köhler. Weiter: „Zumal Läufer nichts dagegen haben, auch mal etwas weiter zu einer Veranstaltung zu laufen.“

Für Malte Voigts, Spargelhof-Geschäftsführer, stand es nicht zur Debatte, als Unterstützer abzuspringen. „Wir bleiben selbstverständlich Sponsor“, sagte er auf Nachfrage. Auch aus Verbundenheit zu den Ideengebern des sportlichen Laufs: Jürgen Ebel und Peter Kallabis. „Ich hoffe, dass der Übergang dem Verein gut gelingt“, so Voigts. Im vorigen Jahr verteilte sein Hof weit mehr als 100 Kilogramm des Edelgemüses an die Sprinter und Hobby-Sportler. An den Spargelläufen nehmen jedes Jahr zwischen 250 und 300 Läufer teil. Damit ist laut Hans-Jürgen Köhler die Kapazitätsgrenze erreicht.

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