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Viele Crussower und Neukünkendorfer machen sich Gedanken zur Stadtentwicklung

Stadtentwicklung
Beginn eines hoffnungsvollen Dialogs

Gemeinsame Ideensuche: In Crussow setzten sich rund 50 Einwohner zusammen, um erste Vorschläge zur Stadtentwicklung zu machen.
Gemeinsame Ideensuche: In Crussow setzten sich rund 50 Einwohner zusammen, um erste Vorschläge zur Stadtentwicklung zu machen. © Foto: Kerstin Unger
Kerstin Unger / 18.01.2019, 06:15 Uhr
Crussow (MOZ) Bei den Crussowern ist das Interesse an der weiteren Stadtentwicklung groß. Das bewies das vollbesetzte Dorfgemeinschaftshaus bei der Beratung für die Ortsteile Crussow und Neukünkendorf. Unter den fast 50 Teilnehmern begrüßte Ortsvorsteher Dieter Grenz auch Einwohner aus Henriettenhof und Neuhof sowie einige Bewohner aus dem Nachbarort Neukünkendorf. Firmen und Vereine waren ebenso vertreten wie Senioren.

Die Leiterin des Bauamtes der Angermünder Stadtverwaltung, Susanne Tahineh, erläuterte auch hier das Ziel des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes und die Bedeutung der öffentlichen Mitwirkung. „Für die Identifizierung und die Leitbildentwicklung brauchen wir ihren Input“, sagte sie und bat die Bürger, sich Gedanken zu machen, wie sich das Stadtgebiet aufstellen soll. Ein konkreter Maßnahmekatalog sei schließlich auch Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln.

Attraktive Ortsteile erhalten Zuzug oder halten ihre Einwohner, meinte Bürgermeister Frederik Bewer, der ebenfalls nach Crussow gekommen war und für das breite Miteinander warb. „Auch wer heute nicht hier ist, hat noch die Gelegenheit, die Fragebögen auszufüllen“, sagte er. Diese sollen auch ins Internet gestellt werden. Jedoch bittet die Stadtverwaltung darum, die Wünsche und Meinungen als Ortsteile zusammenzutragen.

Gefragt wird nach der Zufriedenheit der Bürger, welche Vorstellungen sie haben und welche Vorschläge zur Umsetzung es gibt. „Damit versuchen wir auch, für uns so viel wie möglich herauszuholen. Bisher hat die Stadt viele Fördermittel bekommen. Jetzt sehen wir zu, dass wir etwas vom Kuchen abbekommen. Deshalb sollten viele Vorschläge gemacht werden“, meinte Dieter Grenz.

Annette Pecat stellte fest, dass vieles aus der Dorferneuerungsplanung der letzten 20 Jahre realisiert wurde. Es gebe aber Kleinigkeiten, die damals noch nicht abzusehen waren. Das betrifft zum Beispiel den Bereich Tourismus, wie sich in den anschließenden kleineren Runden zeigte, zu denen sich die Einwohner zusammensetzten. Mittlerweile kommen viele Besucher, auch per Fahrrad, durch Crussow und Neukünkendorf, die auf der Achse zwischen Angermünde und Stolpe keine Versorgungsmöglichkeit finden. Auch ein WC auf dem bereits bestehenden Rastplatz kam auf die Crussower Wunschliste. Zudem fehle ein Radweg von der Kernstadt in Richtung Nationalpark. In Sachen Mobilität wurde der Bus-Takt zwischen Crussow und Angermünde gelobt, jedoch werden Nachbesserungen an der Linie bis in die Innenstadt gewünscht. Es gebe auch Nachfragen, den Strand am Bauernsee wieder attraktiver zu machen, damit angesichts der Personalprobleme im Strandbad auch Oma und Opa den Kindern das Schwimmen beibringen können, berichtete Annette Pecat.

Dieter Grenz sprach die Löcher in der Straße zwischen Henriettenhof und Crussow an und schlug einen einfachen Radweg wie den nach Landin vor. Zudem machte er auf den zugewachsenen Verbindungsweg nach Wilhelmsfelde aufmerksam.

„Der Dialog kann gute Ergebnisse bringen. Es war ein sehr konstruktiver Anfang. Die Bereitschaft der Stadt, uns auf diese Weise einzubeziehen, finde ich gut“, meinte der Crussower Hartmut Konipanzki.

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