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Einwohnerzahl
Bevölkerungsrückgang schwächt sich ab

Abbruch: Die nach wie vor bestehende Wegzug aus Eisenhüttenstadt führt dazu, dass immer wieder leerstehende Wohnblöcke abgerissen werden müssen.
Abbruch: Die nach wie vor bestehende Wegzug aus Eisenhüttenstadt führt dazu, dass immer wieder leerstehende Wohnblöcke abgerissen werden müssen. © Foto: Stefan Lötsch
Stefan Lötsch / 18.01.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 18.01.2019, 08:02
Eisenhüttenstadt (MOZ) Der Einwohnerrückgang in Eisenhüttenstadt schwächt sich weiter ab. Trotzdem hat die Stadt im vergangenen Jahr 828 Einwohner verloren, 2017 waren es fast doppelt so viele, im Jahr 2016 sogar 2600 Einwohner. Diese großen Ausschläge zeigen allerdings, dass, wenn es um die Einwohnerentwicklung geht, in Eisenhüttenstadt Besonderheiten bestehen. So werden in der Statistik auch die Bewohner der Erstaufnahmestelle des Landes für Flüchtlinge in der Poststraße mitgezählt. Dort hat es 2016 noch starke Bewegung gegeben, vor allem aber 2015, was zu dem Phänomen geführt hat, dass Eisenhüttenstadt erstmals seit der Wende wieder eine Zunahme der Einwohnerzahl  um 2600 zu verzeichne hatte.

Zum Ende des vergangenen Jahres lebten in Eisenhüttenstadt 26 144 Personen mit Haupt- und Nebenwohnsitz, wobei 264 davon mit Nebenwohnsitz gemeldet waren. Bei dieser Einwohnerzahl handelt es sich um diejenige, die das Statistikamt der Stadt aufgrund der eigenen Fortschreibung ermittelt. Die Zahlen unterscheiden sich deutlich von denen des Landesamtes für Statistik. Das weist für Juli des vergangenen Jahres – neuere Zahlen gibt es noch nicht – eine Einwohnerzahl für Eisenhüttenstadt von lediglich 24 809 aus. Hintergrund ist, dass sich da die Zensus-Volkszählung auswirkt. Die unterschiedlichen Zahlen haben für Eisenhüttenstadt insofern Auswirkungen, als die Zahlen des Landesamtes Grundlage für die Ermittlung der Schlüsselzuweisung sind. Weniger Einwohner bedeutet auch weniger Geld.

Laut Statistik der Stadt leben in Eisenhüttenstadt 12 662 männlich Personen mit Hauptwohnsitz sowie 13 218 weibliche Personen. der Frauenanteil ist also höher.

Zur Besonderheit in Eisenhüttenstadt ist der relativ hohe Ausländeranteil anzumerken. Der statistische Kurzbericht der Stadt zur Bevölkerungsentwicklung, der vor kurzem erschienen ist, merkt dazu an.  „Zur Bevölkerung mit Hauptwohnsitz gehörten 1769 Ausländer, davon 1014 männliche und 755 weibliche Personen. Somit beträgt der Anteil ausländischer Personen an der Eisenhüttenstädter Hauptwohnsitzbevölkerung 6,8 Prozent und hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund ein Prozentpunkt verringert.“

Dabei bleibe zu beachten, dass in der Anzahl Ausländer auch die Zahl der Asylbewerber enthalten ist, welche sich zu diesem Zeitpunkt in Eisenhüttenstadt befanden und somit hauptsächlich zu dieser Entwicklung beigetragen haben, heißt es in dem Bericht.

Die stärkste Altersgruppe ist die der über 75-Jährigen. 5964 Einwohner sind älter als 75 Jahre alt, davon 3035 Frauen. Diese Altersgruppe ist auch um 34 Personen gewachsen.

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