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Messe
Premierenbesuch mit neuem Produkt

Stamm-Aussteller bei der Grünen Woche in Berlin: die Agrargenossenschaft Ranzig, hier ein Archivfoto aus dem Jahr 2017
Stamm-Aussteller bei der Grünen Woche in Berlin: die Agrargenossenschaft Ranzig, hier ein Archivfoto aus dem Jahr 2017 © Foto: MOZ/Frank Groneberg
Bernhard Schwiete / 18.01.2019, 08:00 Uhr
Storkow (MOZ) Wenn heute in Berlin die Internationale Grüne Woche beginnt, dann sind dort auch zahlreiche Aussteller aus dem Landkreis Oder-Spree vertreten. Vor allem bei Akteuren aus Storkow ist die Messe beliebt. Der Geflügelschlachthof Friki präsentiert eine Neuheit.

Zum ersten Mal überhaupt ist der Geflügelfleischproduzent auf der Ernährungswirtschafts- und Landwirtschaftsmesse in der Hauptstadt dabei, mit einem bestimmten Motiv. „Wir wollen dort ein neues Geflügel vorstellen“, sagt Ulrike Rücker, Mitglied der Geschäftsleitung und zuständig für Öffentlichkeitsarbeit bei Friki. „Es trägt ein Tierwohl-Siegel des Tierschutzbundes.“

Die Hähnchen, die zum Beispiel aus Ställen aus dem Oderbruch stammen, seien erstmals am 7. Januar in Storkow geschlachtet worden. Erhältlich seien die Produkte bislang bei Edeka im Raum Berlin, bei Globus und beim „roten Netto“. Zur Präsentation des neuen Produktes gebe es bei der Grünen Woche auf dem Berliner Messegelände eine Veranstaltung mit dem Tierschutzbund und Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger, kündigt Ulrike Rücker an. „Die Menschen sollen begreifen, warum sie für dieses Geflügel mehr Geld ausgeben als für andere Produkte“, sagt sie.

Bereits zum dritten Mal bei der Grünen Woche vertreten ist die Stadt Storkow, als einzige Kommune aus dem Landkreis betreibt sie diesen Aufwand. „Durch die Verbindung von Kulinarik und Tourismus spricht die Messe viele Leute an“, sagt Andreas Gordalla, Sachgebietsleiter Stadtmarketing und Tourismus im Storkower Rathaus. Bei der Internationalen Tourismus-Börse ITB, einer anderen großen Messe in Berlin, wäre man als Aussteller hingegen nur einer unter vielen, vergleicht er.

Wie auch die anderen Aussteller aus Oder-Spree ist die Stadt Storkow mit ihrem Stand in Halle 21, der Brandenburg-Halle, zu finden. „Dorthin kommen etwa 10 000 Leute pro Tag, mit entsprechend vielen potenziellen Kunden kommen wir in Kontakt“, sagt Gordalla. Davon, dass sich der Messeauftritt lohnt, ist er überzeugt. „Im vergangenen Jahr hatten wir direkt nach der Messe so viele Besucher wie nie zuvor in unserer Toiletten-Ausstellung auf der Burg“, berichtet er.

Die Stadt betreibt ihren Stand in diesem Jahr gemeinsam mit Marcus Horning, dem Inhaber des Restaurants Zur Burgwache. „Ich habe regelmäßig Gäste aus Berlin und will die Gelegenheit nutzen, ein frisches, neues Unternehmen zu präsentieren“, sagt Horning, der sein Restaurant vergangenes Jahr zu Ostern eröffnete. Bei der Grünen Woche bewirtet er seine Kunden mit Tschech-Kugeln, kleinen Hackbällchen aus Schweinefleisch und Wild, und dem von ihm entwickelten Tschech-Kugel-Burger. Weitere Messebesucher aus Storkow sind die Fischerei Köllnitz und der Freizeitpark Irrlandia, die sich einen Stand teilen.

Bereits Tradition hat der gemeinsame Stand von Agrargenossenschaft Ranzig und Tourismusverband Seenland Oder-Spree. Weitere Aussteller in der Brandenburg-Halle sind die Ice-Guerilla aus Beeskow, die Fischerei Schneider aus Brieskow-Finkenheerd und die Klosterbrauerei Neuzelle.

An einem einzelnen Tag, dem Montag, ist Werner Menzel aus Langewahl mit seiner Streitberger Kulturbrennerei auf der Messe. Am Stand des Landwirtschaftsverbandes pro agro preist er seine neueste Spezialität an, einen Fontane-Schnaps. „Der Likör ist frei nachempfunden dem Sanitas, den Fontane bei einem Besuch beim Apotheker Roggatz in Fürstenwalde getrunken hat“, erläutert Menzel. Basis des Liköres sei ein einheimischer Birnenbrand, dazu kommen Kräuter und Gewürze. „Das genaue Rezept ist natürlich streng geheim“, sagt Menzel schmunzelnd.

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