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In der Gemeinde Ziethen wird 2019 kräftig investiert – auch weil lange beantragte Fördermittel nun genehmigt sind

Investitionen
Geld fließt in Straße, Kita und Teich

Marco Marschall / 22.01.2019, 06:15 Uhr
Ziethen Der Ausbau der B 198 hatte die Ziethendörfer im vergangenen Jahr beschäftigt. 2019 soll es vor allem in Groß Ziethen vorangehen. Am Dorfteich ist schon was zu sehen und auch die Straße „Zur Mühle“ könnte in diesem Jahr angegangen werden.

Der Dorfteich in Groß Ziethen ist nicht mehr der alte. Aus Sicht der Bürger, gut so, denn seit Jahren steht seine Sanierung auf dem Programm. Nun sind die Fördermittel geflossen, die Entschlammung läuft. 186 000 Euro sind dafür veranschlagt, im Haushalt der Gemeinde als Werterhaltung verzeichnet. 130 000 Euro kommen vom Land, 35 000 Euro vom Amt Joachimsthal, der Rest aus der Gemeindekasse – für die kleine Kommune ein großes Projekt.

Sogar noch etwas teurer dürfte die Sanierung der Straße „Zur Mühle“ werden – genauer des 240 Meter langen Abschnitts von der Alten Feuerwehr bis zum Dorfteich. Auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung der Ziethener hat Stefan Grohs vom Ingenieurbüro für Bauplanung in Eberswalde das Projekt vorgestellt und will nun durchrechnen, was die von ihm angedachte Variante kostet. Der Vorschlag beinhaltet einen beidseitigen Gehweg von je 1,50 Meter Breite, 2,50 Meter Funktionsstreifen fürs Parken und Bepflanzung und eine fünf Meter breite Verkehrsfläche. Wie es im Gemeinderat mehrfach hieß, handele es sich um eine Wunschvorstellung, die je nach Höhe der zur Verfügung stehenden Mittel abgespeckt werden müsse. Denn die sind in Ziethen begrenzt. Laut Haushaltsplan stehen 211 000 Euro zur Verfügung. Knapp 190 000 Euro sind Fördermittel vom Landkreis. Knapp 22 000 Euro entfielen auf die Gemeinde, die am liebsten noch in diesem Jahr mit der Maßnahme beginnen würde. Gerechnet wird für die Sammelstraße außerdem mit Anliegerbeiträgen von 15 Prozent.

Noch keine Hausnummer in Sachen Kosten gibt es derzeit für ein zweites Straßenprojekt, das Stefan Grohs vom ibE im Gemeinderat skizzierte: den ersten Bauabschnitt von Klein Ziethen Richtung Luisenfelde. Die Straße soll auf einem 450 Meter langen Stück von Klein Ziethen bis zur ehemaligen Schweinemastanlage mit Asphalt überbaut werden. Allerdings müssen zunächst eine Planung und Förderquellen her.

Im Falle der Kita in Groß Ziethen waren Förderanträge bereits erfolgreich. 220 000 Euro werden dort 2019 investiert. Mehr als 150 000 Euro kommen vom Land, 50 000 Euro vom Landkreis, knapp 20 000 Euro von der Gemeinde. Das Geld ist für einen Anbau, die Brandmeldeanlage, Sicherheitsbeleuchtung und eine Kleinkläranlage gedacht und die bisher kostspieligste Investition in diesem Jahr.

Ein Jahr, bei dem wenn alle Projekte umgesetzt werden, auch wieder Ziethens Rücklage angezapft werden muss. Trotzdem steht die 500 Einwohner kleine Gemeinde laut Kämmerei des Amtes Joachimsthal finanziell gut da. 260 000 Euro blieben auf der „hohen Kante“. Größte Einnahmequelle sind die Schlüsselzuweisungen von insgesamt etwa 230 000 Euro sowie Steuern. Allen voran zahlt sich in Ziethen die Gewerbesteuer aus. Mit 125 000 Euro wird in diesem Jahr gerechnet. Etwa 90 000 Euro sollen als Einkommensteuer fließen sowie etwa 80 000 Euro Grundsteuer A und B.

Die Umlagen schmälern das Geld in der Gemeindekasse allerdings auch wieder. Mehr als 200 000 Euro muss Ziethen an den Landkreis abführen. Etwa 170 000 Euro gehen ans Amt Joachimsthal.

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