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Am Sportplatz
Familien-Sport-Verein plant Hockey-Areal

Der Aushang verkündet es noch: Ein Glas Goldkrone, Kräuter oder Klarer kosten einen Euro. Getrunken werden kann nicht mehr, die Blockhütte ist längst geschlossen. Künftig will der Familiensportverein auf dem Areal in Bärenklau Hockey spielen.
Der Aushang verkündet es noch: Ein Glas Goldkrone, Kräuter oder Klarer kosten einen Euro. Getrunken werden kann nicht mehr, die Blockhütte ist längst geschlossen. Künftig will der Familiensportverein auf dem Areal in Bärenklau Hockey spielen. © Foto: Marco Winkler
Marco Winkler / 23.01.2019, 06:00 Uhr
Bärenklau (MOZ) Der Familien-Sport-Verein Oberhavel will mit seiner Hockeyabteilung nach Bärenklau ziehen. Auf der nicht mehr genutzten Freizeitanlage am Sportplatz könnten ein Outdoor-Sportgelände und ein Kunstrasenfeld entstehen.

Für den Bärenklauer Karsten-Peter Schröder (SPD) kam die Tischvorlage, die dem Bauausschuss am Montag vorgelegt wurde, überraschend. Sein bisheriger Kenntnisstand: Auf der Freizeitanlage an der Leegebrucher Chaussee – mit Tennisplatz und CrossKart-Strecke – herrscht seit Monaten kein Betrieb; das sich auf dem Areal befindliche Gasthaus Blockhütte hat geschlossen. „Der Betreiber will das Grundstück nicht mehr selbst nutzen“, informierte Bürgermeister Peter Leys (BfO). Besitzer Karsten Klatt war am Montag nicht zu erreichen. „Bisher war die Folgenutzung nicht absetzbar“, sagte Schröder. Die aktuellen Pläne seien „eine Aufwertung und erfreuliche Entwicklung“.

Für die neue Sportstätte muss die Gemeinde den Bebauungsplan anpassen. Bisher ist der Platz als Sport- und Spielwiese ausgewiesen. „Auf dieser Grünfläche kann aber kein Hockey gespielt werden“, so Bauamtsleiter Dirk Eger. Der Verein will einen Kunstrasenplatz schaffen, der sich im B-Plan wiederfinden muss. Ein langwieriges Prozedere. Die Gemeindevertretung muss zuerst mit einem Aufstellungsbeschluss ihren Planungswillen bekunden. Weitere Beschlüsse folgen. Die Träger öffentlicher Belange werden involviert, das Vorhaben muss hinsichtlich des Immissionsschutzes geprüft werden, der Ortsbeirat wird angehört. „Das ergebnisoffene Verfahren läuft mindestens ein bis anderthalb Jahre“, so Dirk Eger.

Zu viel Zeit kann sich die Gemeinde nicht lassen. Der Familiensportverein ist auf Fördermittel angewiesen. „Wir könnten Leader-Förderung bekommen“, sagt Jens-Uwe Grande, Vorsitzender des Familiensportvereins. Bis 2020 kann dieser Fördertopf angezapft werden. 75 Prozent der Kosten würden bei positiver Bescheinigung übernommen. „Wir reden hier von rund 750 000 Euro Gesamtkosten für die Anlage“, so Grande.

Mit dem Betreiber will er einen Pachtvertrag abschließen. „Noch steckt das Vorhaben in den Kinderschuhen und ist nicht in trockenen Tüchern.“ Sollte der B-Plan aufgestellt werden und die Gemeinde ihre Unterstützung signalisieren, will er den Vertrag abschließen. Für den Verein wäre das Grundstück ein Segen. „Es gibt bisher keine Außenflächen, auf denen wir mit der Hockeyabteilung trainieren können.“ Die Kunstrasen-Areale in Vehlefanz seien nicht hockeytauglich. Der Sport spiele sich deshalb meist nur in Hallen ab. Seit anderthalb Jahren geht Grande mit der Idee einer Außenanlage schwanger. Eine neue Zentrale soll in Bärenklau aber nicht entstehen. Ende des Jahres zog der Verein – nach Streit mit der Oranienburger Stadtverwaltung – aus seinem Domizil im Oranienburger Lindenring aus. „Bärenklau wäre als Hauptsitz zu weit weg“, ist sich Grande sicher.

In Bärenklau kann er sich allerdings mehr vorstellen als nur einen Kunstrasenplatz. Er wünscht sich ein Outdoor-Sportgelände. „Wir könnten Frisbee anbieten oder auch Golf“, so Grande.

200 Spieler

Von den gut 1 000 Vereinsmitgliedern des Familiensportvereins Oberhavel spielen rund 200 Hockey. Entstanden ist die Sport-Abteilung 2014 aus einer Projektidee. Es bildeten sich Arbeitsgemeinschaften in Schulen in Leegebruch, Bötzow, Vehlefanz und Velten. Mittlerweile nehmen die jungen Spieler auch an Wettbewerben teil.⇥(win)

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