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Polizei und Ordnungsamt gaben bei Verkehrskontrolle Gymnasiasten Einblicke in ihre Arbeit

Blitzer
Praktikumstag mit Laser

Selbst am Messgerät: Mia Przibyllok und Ben Ole Friess (3. und 5. v. r.) vom Seelower Gymnasium wissen jetzt, wie die Polizei mit Verkehrssündern umgeht.
Selbst am Messgerät: Mia Przibyllok und Ben Ole Friess (3. und 5. v. r.) vom Seelower Gymnasium wissen jetzt, wie die Polizei mit Verkehrssündern umgeht. © Foto: Ulf Grieger/MOZ
Ulf Grieger / 23.01.2019, 19:09 Uhr
Friedrichsaue (MOZ) Eine besondere Verkehrskontrolle haben das Polizeirevier Seelow, das Ordnungsamt Golzow und Bundespolizist Roland Valentin in Friedrichsaue durchgeführt. Angeregt hatte die Kontrolle Einwohner des Zechiner Ortsteiles, die sich durch Raser auf der Ortsdurchfahrt der L33 gefährdet sehen. Schwerpunkt der Gefährdung ist allerdings die Zeit in den Morgen- und Abendstunden, wenn der Schul- und Pendlerverkehr durch den Ort fließt. Tempo 50 halten dabei die wenigsten ein.

Ordnungsamt und Polizei nutzten die Kontrolle zugleich zur Ausbildung von zwei Praktikanten. Die Neuntklässler des Seelower Gymnasiums haben dabei erfahren, wie ein Lasergerät zur Geschwindigkeitsmessung funktioniert und vor allem, wie die Beamten bei Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung mit den Bürgern umgehen.

Die Polizeioberkommissare Peter Gnida und Andreas Zummack betreuen Ben Ole Friess während eines Schülerpraktikums. Für den Neuntklässler ist das Praktikum bei der Polizei und nachfolgend beim Amtsgericht Frankfurt bereits richtungweisend für seine mögliche Berufswahl. Trotz der Kälte verfolgten er und seine Klassenkameradin Mia Przibyllok, die in der Golzwer Amtsverwaltung ihr Praktikum absolviert, den Erklärungen der Polizisten sowie von Amtsdirektor Lothar Ebert und Alexander Possin vom Ordnungsamt.

Die wenigen Fahrzeuge, die vormittags durch den Ort fuhren, waren nur geringfügig zu schnell. Peter Gnida informierte, dass die meisten Fahrer zwar sauer seien, wenn sie beim Rasen erwischt werden. Meist bleiben sie aber friedlich. Kein Problem sei es für die Beamten, wenn polnische Autofahrer beim Rasen erwischt werden. Peter Gnida kann sich auf Polnisch und Englisch mit ihnen verständigen. Das Gerücht, das polnische Verkehrssünder meist ohne Bußgeldzahlung davon kämen, verwiesen die Polizisten in die Welt der Sagen. „Wir können sofort sehen, wer in den letzten drei Monaten noch ein Bußgeld zu zahlen hat“, so Gnida. Das bestätigte auch Amtsdirektor Lothar Ebert. Im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung sei es wichtig, dass immer zwei Zeugen das Vergehen bestätigen können.

Das Ordnungsamt Golzow plane aktuell nicht, gemeinsam mit Nachbarämtern auch Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen, so Ebert. Der Aufwand wäre zu groß.

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