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Hilferuf des Mögliner Vereinschefs auf Gemeinderatssitzung / Bürgermeister will Örtlichkeiten in Gemeindehand nehmen

Vereinsleben
Sportverein in finanziellen Schwierigkeiten

Blick auf den Mögliner Sportplatz: Er soll nun mitsamt dem Platz wieder an die Gemeinde zurückgehen, der Sportverein kann sich die Unterhaltung nicht mehr leisten.
Blick auf den Mögliner Sportplatz: Er soll nun mitsamt dem Platz wieder an die Gemeinde zurückgehen, der Sportverein kann sich die Unterhaltung nicht mehr leisten. © Foto: Thomas Berger
Nadja Voigt / 26.01.2019, 07:45 Uhr
Möglin (MOZ) Dem Mögliner Sportverein steht finanziell das Wasser bis zum Hals. Darüber hat der Vereinsvorsitzende Ronny Barth am Donnerstag den Gemeinderat in Kenntnis gesetzt. Mit im Gepäck hatte er die Zahlen des Vereins. Und die sehen düster aus. Strom, Gas, Wasser und die Wartung der Heizung stehen in keinem Verhältnis zu den Einnahmen der Vereins. Die Bestehen aus den Mitgliederbeiträgen. Und davon gibt es einfach nicht genug. So rollt auf dem Spielfeld am Vereinshaus auch kein Ball mehr. Lediglich die Gymnastikfrauen treffen sich noch regelmäßig.

Dafür gebe es eine Anfrage des Harnekop/Sternebecker Karnevalclubs. „Und da auch einige aus Möglin in den Kinder- und Jugendgruppen aktiv sind, würde ich damit eine weitere Nutzung sehen“, sagte Bürgermeister Wolf-Dieter Hickstein auf der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag im Bürgerhaus in Reichenow. Allerdings würde die Miete des HSCC auch nicht reichen, um die Kosten zu decken. Deshalb, schlug Hickstein vor, sei seine Idee, die Gemeinde übernehme das Objekt wieder.

„Dann müssten wir aber ein Konzept zur Nutzung erarbeiten“, sagte Gemeinderatsmitglied Ralf Hickstein. „Dann haben wir aber zwei voll ausgestattete Räumlichkeiten in Möglin“, überlegte Gemeindevertreterin Imma Harms. Das Gemeindehaus und das Sportlerheim. „Vielleicht sollten wir uns mit den Bürgern beraten“, schlug sie vor. „Und auch das Amt mit ins Boot holen“, ergänzte Daniel Thiem. Der Pachtvertrag zwischen dem Sportverein und der Gemeinde Reichenow-Möglin läuft allerdings noch eine Weile. Zu lange für die finanziellen Ressourcen des Vereins, wie Ronny Barth befürchtet. „Ich kenne des aktuellen Kontostand nicht. Es könnte aber sein, das in den nächsten Monaten schon Schluss ist“, so der Vereinschef. Deshalb will Wolf-Dieter Hickstein nun mit der Amtsverwaltung in Wriezen klären, wie die nächsten Schritte nun vorzubereiten sind. Unter den Gemeindevertretern herrschte am Donnerstag dem Vernehmen nach Einigkeit darüber, das Haus zunächst erhalten und eine Nutzungsmöglichkeit finden zu wollen. Um die Pflege des Sportplatzes kümmert sich vorerst auch weiterhin der Verein, wie Ronny Barth bestätigte. Er habe allerdings angedacht, das Ballfangnetz und die beiden Tore demnächst abzubauen.

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