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Benjamin Rapp und Dimitri Borisov geben als Duo „Walzwerk“ im März Einblick in Elektro-Rock’n’Roll

Konzert
Der Kontrast zum Alltag

Duo mit Ambitionen: Dimitri Borisov (l.) und Benjamin Rapp alias „Walzwerk“ könnten sich eine berufliche Zukunft als Musiker gut vorstellen.
Duo mit Ambitionen: Dimitri Borisov (l.) und Benjamin Rapp alias „Walzwerk“ könnten sich eine berufliche Zukunft als Musiker gut vorstellen. © Foto: promo
Julia Lehmann / 01.02.2019, 08:00 Uhr
Britz (MOZ) Der große Erfolg muss es vielleicht gar nicht sein. Aber von der Musik leben können, das wäre schon etwas. Seit er ein Teenager ist, macht Benjamin Rapp Musik. Seine selbst produzierten elektronischen Songs präsentiert er Mitte März erstmalig dem Britzer Publikum.

Öffentliche Abendveranstaltungen, bei denen noch getanzt wird, für junge Menschen, mit angesagter Musik, Clubs gar – sucht man in Eberswalde und Umgebung vergebens. Berlin heißt deshalb bei vielen das Ziel. Auch für Musiker, die nach lukrativen Auftrittsmöglichkeiten suchen. Doch Berlin drückt viele, die es mit der Musik versuchen, an den Rand und ins Aus. Viel zu groß ist die Konkurrenz.

„Berlin ist übersättigt“, sagt Benjamin Rapp. Der 36-Jährige ist in Eberswalde geboren und aufgewachsen. Für kleinere Auftritte war er auch schon in der Hauptstadt. Sogar in Warschau, Barcelona und Paris habe er Konzerte spielen dürfen. Gelegenheiten wie diese blieben bisher aber eher die Ausnahme. Sich irgendwo zu etablieren, einen Namen haben und mit der eigenen Musik Geld verdienen, definitiv so etwas wie ein Traum für Benjamin Rapp. Der Start ist mühselig, oft scheiterte es am Geld für Technik oder Marketing.

Lass Berlin Berlin sein, dachte sich Benjamin Rapp, und versucht seither sein Glück in den kleineren und größeren Städten in Brandenburg, sucht nach Auftrittsmöglichkeiten, vielleicht langfristig auch nach einem Label, das seine Musik professionell produzieren und vermarkten würde. Das ewige Suchen strengt an.

Also will Benjamin einen Anfang machen. In einer Lokalität, an der ihn besonders der „Ostcharme“ reizt, wie er sagt. Der Landgasthof in Britz soll im März zu seiner Bühne werden. Aber Benjamin Rapp kommt nicht allein. Hinter dem Namen „Walzwerk“, der nicht zufällig einen klaren Bezug zu Benjamins Heimat nimmt, steckt auch Dimitri Borisov. Der Weißrusse ist nur alle paar Monate in der Gegend. Kennengelernt hat Benjamin ihn auf einem Konzert in Berlin. Dimitri spielte dort Bass. „Ich fand seine Musik geil.“ Kurzerhand lud Benjamin ihn zu dem gemeinsamen Musikprojekt ein. Zu Beginn war auch ein Schlagzeuger dabei. „Der musste die Band aber verlassen“, sagt Benjamin Rapp.

Stücke produziert der Eberswalder in der Waldstadt und schickt sie seinem Mitstreiter. Der unterstützt die Eigenkreationen nach seinem Geschmack mit Bass-Einspielungen. Er selbst singt zum Teil dazu. Das Ergebnis nennt Benjamin Elektro-Rock’n’Roll. Er gibt diese Deutung seiner Musik lieber vor, weil ihm die Interpretation anderer meist eh nicht angemessen vorkommt. Oft düstere, manchmal quirlige elektronische Musik. „Manche würden es auch EBM oder Industrial nennen.“ Stile, die es schon lange in der elektronischen Musikkultur gibt. Rhythmusbetont und auf eine euphorisierende Art und Weise aggressiv. Benjamin sagt, seine Musik sei durch die Einflüsse der Stadt geprägt.

Ihm gefalle der Kontrast, der durch Musik wie die seine entsteht. Sie hebt sich vom Alltag ab. „Und da bin ich ja nur ein Beispiel“, sagt Benjamin. Ob andere mögen, was sie da hören, sei ihm gar nicht so wichtig. Trotzdem hofft er auf ein bisschen Erfolg für sein Konzert. Willkommen ist jeder, der nun neugierig geworden ist.

15.03., 20.30 Uhr, Landgasthof Britz, Elektro-Konzert „Walzwerk“, Eintritt: zehn Euro

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