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Bürgermeister Karlheinz Klein will bis zu den Wahlen Baustart für Turnhallensanierung in Gusow gesichert wissen

Wahlserie
Sein Credo: Geht nicht, gibt’s nicht

Doris Steinkraus / 05.02.2019, 07:00 Uhr
Gusow-Platkow (MOZ) Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai werden die Gemeindevertretungen, ehrenamtlichen Bürgermeister und Ortsbeiräte sowie der Kreistag neu gewählt. Die MOZ hat Mandatsträger um einen Bilanz gebeten. Heute: Karlheinz Klein, Bürgermeister der Doppelgemeinde Gusow-Platkow.

„Wir sind im Kommunalwahljahr 2012 ja gleich furios gestartet“, ruft Karlheinz Klein in Erinnerung. „Da wurde die Ortsdurchfahrt der B 167 in Gusow übergeben. Die Platkower war ja zuvor erneuert worden. Beide Ortsteile haben dadurch unheimlich gewonnen“, steht für den Bürgermeister fest. Wer ihn kennt weiß, dass es immer auch seine Großprojekte waren. Denn wenn sich irgendwo etwas im Doppeldorf bewegt, dann ist er dabei, hinterfragt, löchert, lässt nicht locker, wenn es darum geht, so viel wie möglich für seine Bürger herauszuholen. „Geht nicht, gibts nicht“, ist ein Standartsatz des umtriebigen Platkowers, der seit 1992 ehrenamtlich für die Einwohner wirkt, die ersten fünf Jahre in Platkow und seit der Fusion mit Gusow dann für die Doppelgemeinde.

Im Mai wird er nicht mehr antreten, er müsse mehr für seine Gesundheit tun, sagt der 67-Jährige fast bedauernd. Und gibt zu, dass ihm dieses Amt immer auch Spaß gemacht hat. Für die Bürger da zu sein, etwas zu verändern, das sei sein Ding.

Die zurückliegende Wahlperiode sieht er als eine durchweg erfolgreiche. In Platkow gab es Neuerungen auf dem Spielplatz  und in Gusow wurde ein komplett neue Spielplatz geschaffen. Klein ließ nicht locker, beschaffte über den Landkreis Fördermittel. Mit seinen Gemeindevertretern hat er einiges durchgesetzt. Der Brückenneubau über die Alter Oder in Gusow gehört dazu, die Schaffung der neuen halb anonymen Urnengrabstätte auf dem Gusower Friedhof, die Erneuerung der Straßenlampen in beiden Ortsteilen (die jetzt noch auf LED umgerüstet werden), Bushaltestellenbau, Verbesserungen in der gut ausgelasteten Kita oder die Schaffung des Parkplatzes am Gusower Bahnhof, der für zig Pendler der Region täglich Anlaufpunkt ist, sind einige Beispiele.

Auch die Sanierung der Kreisstraße in Platkow Richtung Kiehnwerder zählt der Bürgermeister zu den Erfolgen. Dank des Einsatzes eines Gemeindearbeiters sowie der engen Zusammenarbeit mit der Arbeitsinitiative Letschin würden sich beide Ortsteile immer gepflegt zeigen, betont der Bürgermeister. „Und wir hinterlassen der neuen Gemeindevertretung eine geordnete Finanzwirtschaft, haben einen ausgeglichenen Haushalt“, ist Klein stolz. Es habe eine tolle Zusammenarbeit mit allen Abgeordneten gegeben. Parteiliche Querelen kenne man nicht, immer sei es um Veränderungen für die Einwohner gegangen. Für sie habe der Gemeinderat auch viel Zeit und Kraft investiert, um eine effektivere Verwaltung auf den Weg zu bringen. Mit Neuhardenberg war die Doppelgemeinde Vorreiter für ein Zusammengehen als Verbandsgemeinde. Das letztlich alle Mühe vergebens war, sieht er als einzigen echten Kritikpunkt in der ablaufenden Wahlperiode. Und kann sich trefflich über das Potsdamer Innenministerium ärgern, das so viel Mut gemacht hatte und dann alles zurück zog. Um so mehr könne er das Engagement der Vereine loben, sagt er. Die Veranstaltungen des Dorfclubs 1961 locken längst Hunderte aus dem Umland. Feuerwehr, Schützenverein, Sportvereine, Geschichtsverein, Senioren, sie alle würden das Dorfleben bereichern.

Nur Dank der Vereine sei die 2012 begründete Partnerschaft mit dem polnischen Santok beispielhaft. Es gebe einen ständigen Austausch. Die geplante Sanierung der Turnhalle wäre ohne Leaderförderung – bei der es immer auch einen polnischen Partner geben muss – nicht denkbar. Für den Umbau kämpft Karlheinz Klein mit seinen Gemeindevertretern seit 2016. Immer wieder waren Hürden zu nehmen. „Der Baustart muss bis zu den Wahlen sicher sein“, umreißt Klein sein letztes großes Ziel als Bürgermeister. Der Neubau der großen Brücke über die Alter Oder in Gusow sei mittlerweile klar, bei der Hallensanierung müsse er sicher noch ein paar mal nachhaken, ist er überzeugt. Und das kann er bestens, es geht schließlich um „seine“ Bürger.

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