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Gedenkstätte bereitet mit Blick auf ein Jubiläum eine Veranstaltung für den 6. April vor

Landwirtschaft
Thaer und die Landwirtschaft

Anett Zimmermann / 06.02.2019, 06:00 Uhr
Möglin (MOZ) Die Fördergesellschaft Albrecht Daniel Thaer bereitet sich auf ein Jubiläum vor: Vor zehn Jahren wurde das um einen Ausstellungsbereich ergänzte Gemeindehaus in Möglin eröffnet. Daran soll am 6. April mit einer Veranstaltung in der Thaer-Gedenkstätte erinnert werden.

„Albrecht Daniel Thaer lebte und wirkte in diesem Hause von 1804 bis 26. Oktober 1828. Thaers Denkmal ist das Rittergut Möglin, dessen Name er durch ganz Europa hinleuchtend gemacht hat. Hier vollendete sich seine Lehre. Hier hat er sie bewährt. Hier ward ihm der Grund gelegt zur wissenschaftlichen Bearbeitung der Landwirtschaftskunde.“ Das ist bis heute auf einer Tafel am Gutshaus Möglin zu lesen, das bei Führungen durch die fast gegenüberliegende Thaer-Gedenkstätte wie die Kirche und das Grab meist einbezogen wird.

Thaer war 1804 nach Möglin gekommen und hatte dort die erste akademische Lehranstalt für Landwirtschaft im deutschen Sprachraum gegründet. Die an ihn erinnernde Dauerausstellung kann seit 2009 in einem Neubau besichtigt werden. Wobei das nicht ganz richtig ist: Die alten Tafeln wurden zwei Jahre später ausgetauscht. Schließlich gab es ja das neue Haus, was ebenfalls nicht ganz stimmt. Denn: Das bestehende Gemeindehaus wurde umgebaut und um einen modernen Anbau für den Ausstellungsbereich ergänzt. An der Investition von 445 000 Euro hatte sich das Land Brandenburg mit 296 000 Euro beteiligt. Zur Eröffnung kamen mehr als 100 Gäste nach Möglin.

Daran will die Fördergesellschaft Albrecht Daniel Thaer am 6. April gern anknüpfen. Das Programm für das Jubiläum – zehn Jahre neues Ausstellungsgebäude in Möglin – steht, wie

Heike Gräfe jetzt berichtete. Sie leitet die Thaer-Gedenkstätte. Auf das Datum hätten sich alle Beteiligten verständigt, soll das Museum doch nun auch als Kulturerbe-Ort ausgewiesen werden. Dabei handelt es sich um eine Initiative des Oderbruch-Museums Altranft, das Orte, die etwas über die einzigartige Kulturlandschaft des Oderbruchs erzählen sucht und unter anderem in der Ausstellung „Schaukasten Oderbruch“ zusammenführt.

Natürlich erhoffen sich die Verantwortlichen davon auch wieder mehr Aufmerksamkeit für die Thaer-Gedenkstätte, die im Eröffnungsjahr 932 Besucher zählte. 2012 waren es laut Heike Gräfe 950, darunter 120 Schüler in einem deutsch-polnischen Projekt. „Danach sind die Zahlen hoch und runter gegangen.“ Positiv bemerkbar mache sich die Wiedereröffnung des Schlosses Reichenow als Hotel und Restaurant. So seien 2018 wieder mehr als 600 Besucher gezählt worden. „Der Sommer war aber heiß und wir hatten weniger Radfahrer hier“, fügt Heike Gräfe hinzu. Hinzu komme, dass Möglin nur schwer mit dem öffentlichen Personennahverkehr zu erreichen sei. Wochentags fahre zwar ein Bus ab Strausberg, der kurz vor zehn im Ort ist. Der jüngst angemeldete Besucher aus Berlin hätte hier aber knapp fünf Stunden verbringen müsse, ehe wieder ein Bus zurückfuhr.

Am 6. April – in dem Monat wechseln auch wieder die Öffnungszeiten – soll auch die neue Hauptsaison eröffnet werden. „Für die Veranstaltung gibt es zwar eine Gästeliste, aber sie ist öffentlich. Neugierige sind willkommen“, erklärte Heike Gräfe. Der offizielle Teil werde etwa anderthalb Stunden dauern. In der Dauerausstellung, so verriet die Leiterin der Gedenkstätte, sollen in diesem Jahr übrigens noch Original-Mitschriften von Thaer-Schülern von 1824 ihren Platz finden.

Thaer-Gedenkstätte in Möglin, Hauptstraße 10, Telefon 033456 35164. Öffnungszeiten: Von Oktober bis März Dienstag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr, von April bis September Donnerstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr. Mehr im Internet: www.albrecht-daniel-thaer.org.

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