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Behindertengerechter Umbau der Toiletten und Waschräume in Dolgeliner Grundschule „Jozef Vervoort“

Bauarbeiten
Sanitärräume werden erneuert

Teilsanierung in der Grundschule „Jozef Vervoort“ in Dolgelin: Im Schulgebäude werden derzeit die Mädchen- und Jugentoiletten behindertengerecht saniert. Leszek Grupinski, Mitarbeiter der Hoch- und Tiefbau Jaß aus Lindendorf, befördert den Estrich für die neuen Fußböden ins Gebäude.
Teilsanierung in der Grundschule „Jozef Vervoort“ in Dolgelin: Im Schulgebäude werden derzeit die Mädchen- und Jugentoiletten behindertengerecht saniert. Leszek Grupinski, Mitarbeiter der Hoch- und Tiefbau Jaß aus Lindendorf, befördert den Estrich für die neuen Fußböden ins Gebäude. © Foto: Matthias Lubisch
Cornelia Link-Adam / 08.02.2019, 07:00 Uhr
Dolgelin (MOZ) Weniger als ein Jahr nach den ersten großen Bauarbeiten sind in der Dolgeliner Grundschule „Josef Vervoort“ die Handwerker wieder angerückt. Bei laufendem Schulbetrieb erneuern sie behindertengerecht die Sanitäranlagen im Haus I. Die Maßnahme soll bis zum April abgeschlossen sein.

Die Gemeinde Lindendorf lässt für 200 000 Euro seit Jahresbeginn die Toiletten behindertengerecht für die Jungen und Mädchen, aber auch für die Lehrer in der Dolgeliner Grundschule „Josf Vervoort“ erneuern. An der anerkannten Schule für gemeinsames Lernen gibt es derzeit zwei behinderte Schüler. Gefördert wird das Vorhaben mit 81 000 Euro durch das Land Brandenburg gemäß KIP-Richtlinie im Rahmen des Kommunalen Infrastrukturprogramms im Bereich Bildungsinfrastruktur.

Geplant hat die Maßnahme für die Gemeinde das Amt Seelow-Land. Begleitet wird es durch das Frankfurter Architekturbüro Krüger. Lange hatte man um die Finanzierung des Eigenanteils gekämpft. Die Gemeinde ist im Minus, bekam einen Sonderkredit als Ausnahme von der Kommunalaufsicht zugestanden. Die Baulose wurden an die regionalen Firmen Jaß Hoch- und Tiefbau GmbH aus Lindendorf, Frank Breitmann Sanitär Gas Heizung aus Treplin und Elektro-Bitzschutzinstallation Uwe Sauer aus Seelow vergeben.

In Absprache mit der Schulleitung haben die Bauleute bislang schon im Haus I die alten Toiletten herausgerissen, ebenso die alten Fliesen. Aktuell wird schon der Estrich aufgebracht, der dann in Ruhe trocknen muss. Die Sanierung wurde dringend nötig. Nicht nur, weil die Sanitäranlagen aus den 1980-er Jahren marode sind und einen hohen Reparaturaufwand verursachen, sondern auch, weil bislang die behindertengerechte Toilette fehlte. Im Erdgeschoss wird diese nun eingebaut, ebenso wieder drei Toiletten und drei Urinale für die Jungen und die männlichen Lehrer. Darüber, im Obergeschoss von Haus I, wird versucht, die Anzahl der Toiletten für die Mädchen und Lehrerinnen auch wieder an den alten Bestand heranzuführen. Neun Toiletten gab es zuvor, daran will man sich auch wieder annähern, erklärt Karsten Richter vom Bauamt der MOZ.

Er berichtet von bereits gut gelaufenen Abriss-Arbeiten. Dass diese auch mit Lärm und Dreck einher gingen, sei ihm klar. Beschwerden darüber hatte es sogar in der Sitzung der Gemeindevertretung Lindendorf im Januar von einigen Abgeordneten gegeben. Darauf habe man reagiert und versucht, die Stämm-Arbeiten in die Nachmittagsstunden zu verlegen. Das habe gut geklappt, schließlich habe man mit den Bauarbeitern auch schon bei der Sanierung des Ärztehauses in Falkenhagen gut zusammengearbeitet, sagt Richter. Gut anderthalb Wochen unter Baulärm hätten die Schüler und Lehrer dennoch aushalten müssen, das sei nun auch vorrüber.

Seit letzter Woche sind die Bauarbeiten so weit vorangeschritten, dass nun schon mit dem Neubau der Sanitäranlagen begonnen werden kann. Dazu gehört nach dem Verlegen des Estrich-Fußbodens jetzt während der Winterferien sowie das Einbringen der Heizung und der Grundleitungen für Wasser und Strom. In gut vier Wochen sollen die neuen Toilettenbecken eingebaut und die Fliesen verlegt sein. „Wir versuchen weiterhin, die bis etwa Ende April andauernden Einschränkungen für den Schulbetrieb so gering wie möglich zu halten“, betont Karsten Richter. Während der Bauarbeiten müssen die jüngeren Schüler auf die Toiletten im Hortgebäude und die größeren auf  die Turnhalle auf der gegenüberliegenden Straßenseite ausweichen.

Mit dem zweiten Bauabschnitt an der Dolgeliner Grundschule mit seinen mehr als 100 Schülern werden die Bedingungen für eine Inklusion weiterhin verbessert. Im ersten Bauabschnitt waren am Schulhaus im Jahr 2017 der Speiseraum und die Essenausgabe im Haus II erneuert worden. Die Schüler müssen seither zum Mittagessen damit nicht mehr über die Straße gehen. Die Essenausgabe entstand im einstigen Öllager im Altbau der Schule aus den 70er-Jahren, der Speiseraum daneben in einem vom Hort „Happy Kids“ genutzten Klassenzimmer. Drei Klassenzimmer erhielten zudem Schallschutzdecken und neue Fußböden. Seit Jahren hatten sich Gemeindevertreter und Amtsmitarbeiter um eine Lösung bemüht. Möglich wurde sie durch Fördermittel des Landes für finanzschwache Kommunen. Gefördert wurden rund 163 000 der 180 000 Euro.

Mit der Sanierung der Sanitäranlagen ist an der Dolgeliner Grundschule aber noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Einen dritten Bauabschnitt soll es auch geben, erzählt Karsten Richter und meint damit den Schulhof. Dessen Neugestaltung wünschen sich die Schulleiterin Antje Riedel und ihre Schützlinge schon lange. Erste Planungen dafür laufen bereits, auch dafür will das Amt Seelow-Land wieder Fördergelder einwerben.

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