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Lilienthaler
Saniertes Vereinshaus auf ältestem Flugplatz

Das sanierte Vereinshaus des FSV „Otto Lilienthahl“ Stölln e.V.
Das sanierte Vereinshaus des FSV „Otto Lilienthahl“ Stölln e.V. © Foto: privat
René Wernitz / 09.02.2019, 07:15 Uhr
Stölln (MOZ) So sieht es jetzt aus, das sanierte Vereinsheim auf dem ältesten Flugplatz der Welt. Die Fassade ist neu verputzt, die Dachfenster wurden erneuert, auch die vertikale und horizontale Feuchtesperre sowie die Dach- und Unterkonstruktion. Maler- und Renovierungsarbeiten erfolgten in Eigenleistung. Rund 200.000 Euro investierte der Flugsportverein (FSV) „Otto Lilienthal“ Stölln e.V. in sein Domizil. Zu 75 Prozent wurde das Projekt aus Leader-Mitteln der Europäischen Union gefördert.

Einst war es ein Objekt der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) der DDR.  1990 übernahm es der FSV samt dem Flugplatz, auf dem das Haus steht. Es war das Gründungsjahr des Vereins, dem aktuell rund 150 Mitglieder angehören. 60 von ihnen betreiben aktiven Flugsport, die anderen sind sozusagen Fördermitglieder. In dem Ruf, der ältester Flugplatz der Welt zu sein, steht das Vereinsgelände, weil Otto Lilienthal dort Gleitflugversuche unternommen hatte. Am 9. August 1896 stürzte der Visionär ab, verletzte sich schwer und starb am Tag darauf in einem Berliner Krankenhaus. Die ganze Geschichte lässt sich bestens im Stöllner Lilienthal-Centrum nachvolliehen.

Es ist der Segelflug, dem sich der FSV mit Lilienthals Namen verschrieben hat. Sieben Segelflugzeuge stehen ihm zur Verfügung, dazu ein Schleppmotorsegler. Das Vereinsheim ist indes mehr als ein Treffpunkt. Es bietet Räumlichkeiten für Versammlungen, Lehrgänge und Seminare, auch für Firmen, die sich dort einmieten wollen. Zudem  kann das Objekt für Familienfeiern und andere Anlässen genutzt werden. Dank 20 Zimmer verfügt es über reichlich Übernachtungsmöglchkeiten.

Fest steht derweil, dass die Fliegerei im Ort bis weit über die Hälfte dieses Jahrhunderts weiter betrieben werden kann. Denn der Pachtvertrag zwischen der Gemeinde Gollenberg, zu der Stölln als Ortsteil gehört, und dem FSV wurde bis 2066 verlängert. Diese Verlängerung sowie ein überzeugendes Sanierungskonzept waren Voraussetzungen dafür, dass der FSV die Fördermittel aus dem Leader-Topf erhalten konnte.

Mehr Infos zum Verein und zu den Möglichkeiten, die er Interessierten bietet, gibt es online auf http://www.flugsport-stoelln.de. Übrigens startet der FSV am 31. März mit einem Anfliegen in seine nächste Saison. Interessierte Gäste sind willkommen.

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