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Neues Domizil
Heimatverein kann Volkssolidarität für Gutshof Fredersdorf erwärmen

Ausbaufähig: die alte Brennerei (vorn) und der Kuhstall (hinten) auf dem Gutshof Fredersdorf-Süd. Der Heimatverein will die dörflichen Zeugnisse erhalten und mit anderen Vereinen nutzen.
Ausbaufähig: die alte Brennerei (vorn) und der Kuhstall (hinten) auf dem Gutshof Fredersdorf-Süd. Der Heimatverein will die dörflichen Zeugnisse erhalten und mit anderen Vereinen nutzen. © Foto: Uwe Spranger
Uwe Spranger / 15.02.2019, 06:30 Uhr
Fredersdorf-Vogelsdorf (MOZ) Die Volkssolidarität kann sich ein gemeinsames Agieren mit dem Heimatverein auf dem Gutshof vorstellen. Man sollte gar auf einen Beschluss der Gemeindevertretung drängen, dass das Areal weiter für die Bürger entwickelt wird, formulierte Schatzmeisterin Gunhild Grimm nach einer Veranstaltung am Mittwochnachmittag, bei der der Heimatverein die Potenziale des Gutshofs vorgestellt hatte. Roswitha Günster vom Begegnungsstätten-Verein zeigte sich hingegen skeptisch.

Heimatvereinschefin Hannelore Korth und Michael Rentner hatten zuvor in einer guten Stunde die Potenziale des rund 8000 Quadratmeter großen Geländes vorgestellt. Das sei schon einmal nach allen Seiten hin abgeschlossen, nannten sie einen Vorteil. Für die ehemalige Brauerei/Brennerei, seit 2006 unter Denkmalschutz, gebe es eine Baugenehmigung zur Sanierung. Fördermittel sind beantragt. Danach hätte man bereits rund 180 Quadratmeter Nutzfläche in drei Räumen (ebenerdig oder mit Rampe erreichbar) zur Verfügung, dazu noch einmal eine ähnliche Fläche im Obergeschoss.

Weit mehr Fläche bietet der ehemalige Kuhstall, dessen Mauern bereits gesichert und saniert sind, der aber bislang kein Dach hat, momentan also nur für Schönwetter-Veranstaltungen genutzt werden kann. Die mehr als 400 Quadratmeter geben Platz für einen Saal für über 200 Personen her, variabel teilbar und mit Bühne, Küche, Lager und WCs. Auch hier ist alles ebenerdig. 2008 sei dies schon einmal der Gemeindevertretung vorgestellt worden. Da der Heimatverein, der den Gutshof von der Gemeinde in Erbbaupacht genommen hat, bereits genug managen müsse, könnte man den Kuhstall gut in andere Regie geben, so Hannelore Korth.

Auf jeden Fall sei ihr Verein interessiert, die letzten Zeugnisse dörflicher Strukturen im Ort zu erhalten. Und da im Doppelhaushalt der Gemeinde 2019/20 für die Folgejahre Summen für einen Ersatzbau von Begegnungsstätte, Bibliothek und Jugendclub vermerkt sind, warb sie dafür, das Geld auf dem Gutshof für diese Zwecke einzusetzen. „Für die rund zwei Millionen Euro kriegen wir den Kuhstall allemal hin“, äußerte sie. Als gemeinsame Heimstatt für mehrere Vereine, die eigenständig wirken, fügte sie hinzu.

Gunhild Grimm zeigte sich beeindruckt und lobte das „Privileg“, dass man gefragt werde, was man sich wünsche. Roswitha Günster bemängelte, dass der Verein Begegnungsstätte offiziell nicht eingeladen worden sei. Sie selbst sei als Mitglied der Volkssolidarität da. Die Begegnungsstätte habe ihre Wünsche 2017 an den Bürgermeister gegeben, berichtete sie. Sie erinnerte daran, dass viele Bürger die jetzige Stätte für private Feiern nutzen und man unbedingt auch Büroräume brauche. Zudem sprach sie die Probleme Verkehr am Gutshof und Parken an.

Das lasse sich regeln, war hingegen Katja Leese-Petzold überzeugt. Zudem gebe es ja den Bus mit 20-Minuten-Takt. Man habe auch eine Verantwortung gegenüber jenen, die erst in ein paar Jahren eine Begegnungsstätte brauchten, mahnte sie. Und regte an, der neuen Gemeindevertretung nach der Kommunalwahl im Mai die eigenen Vorstellungen zu verdeutlichen.(ufo)

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