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Interview
Weniger Schulabgänger, mehr Bedarf

14 Jahren Erfahrung: Jacqueline Böttcher ist seit 2003 an der Schule tätig, seit einem Jahr ist sie Geschäftsführerin.
14 Jahren Erfahrung: Jacqueline Böttcher ist seit 2003 an der Schule tätig, seit einem Jahr ist sie Geschäftsführerin. © Foto: Gerrit Freitag
Patrizia Czajor / 15.02.2019, 07:00 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Die Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe lädt am Sonnabend zum Tag der offenen Tür ein. Lehrer und Schüler sind vor Ort, um Interessierten einen Einblick in das Ausbildungsangebot zu geben. sprach mit Jacqueline Böttcher, der Geschäftsführerin der Schule.

Frau Böttcher, wie läuft der Tag der offenen Tür am Sonnabend bei Ihnen ab?

Die gesamte Schule inklusive Wohnheim ist geöffnet. Alle Lehrer und viele unserer Schüler sind vor Ort, um Interessierten einen umfangreichen Einblick in unsere Ausbildungen zu geben. Auch die Labore und Fachkabinette können besichtigt werden, dort werden praktische Dinge vorgeführt. Für den kleinen Hunger steht ein Imbissangebot bereit, ebenso ein Kinderspielzimmer.

Wodurch zeichnet sich ihre Einrichtung besonders aus?

Wir sind ein großes Schulzentrum, welches in fünf Berufen ausbildet. Das sind die Bereiche Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege, Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenz (MTLA),  Pharmazeutisch-technische Assistenz (PTA) und  Physiotherapie. Unsere Schule zeichnet sich durch eine jahrzehntelange Ausbildung in hoher Qualität aus. Durch dieses vielfältige Angebot erleben unsere Schüler Interdisziplinarität bereits in der Ausbildung. Wir können mit Stolz sagen, dass wir weit über die Oder-Spree-Region hinaus bekannt sind und unsere Bewerber aus allen Teilen Brandenburgs auf Empfehlung hin zu uns kommen. Außerdem sind unsere Ausbildungsplätze schulgeldfrei.

Ist es schwer, junge Menschen für Ausbildungsberufe im Gesundheitssektor zu begeistern?

Grundsätzlich gibt es immer noch viele junge Menschen, die einen Beruf im Bereich Gesundheit/Pflege erlernen möchten und oft auch dafür brennen. Wer, wie in der Pflege oder Physiotherapie, so dicht am und mit Menschen arbeitet, muss dies mit Herzblut und aus Überzeugung tun.

Das Problem, welches sich aber durch alle Branchen zieht, ist der demografische Wandel, der uns seit einigen Jahren immer weniger Schulabgänger bringt. Es gibt ja inzwischen viel mehr Ausbildungsplätze als Schulabgänger.

Welche Voraussetzungen müssen Bewerber für eine Ausbildung in diesem Bereich mitbringen?

Da wir in fünf Berufen ausbilden und diese sich schon unterscheiden, sind die persönlichen Voraussetzungen natürlich auch etwas unterschiedlich. Auf alle Fälle sollten Bewerber sich mit dem Beruf auseinandergesetzt haben, motiviert und lernbereit sein. Weitere Informationen dazu finden Interessierte auf unserer Internetseite.

Stichwort Pflegenotstand: Wie ist das Interesse an einer Ausbildung zum Pfleger und versuchen Sie aktiv dafür zu werben?

Wie bereits oben erwähnt, gibt es noch junge Menschen, die einen Pflegeberuf erlernen möchten. Allerdings ist auch der Pflegebedarf gestiegen, so dass die Zahl der Absolventen zur Deckung nicht ausreicht. Selbstverständlich werben wir im Rahmen unserer Möglichkeiten für unsere Ausbildungen und sind auch auf vielen Berufsmessen unterwegs.

In diesem Oktober besteht übrigens letztmalig die Möglichkeit die Berufe Altenpfleger/in und Gesundheits- und Krankenpfleger/in zu erlernen. Ab 2020 gibt es den neuen Beruf Pflegefachfrau/Pflegefachmann.

Jedes Jahr beginnen zum 1. Oktober rund 125 Schüler eine Ausbildung an der Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe. Der Tag der offenen Tür findet am Sonnabend von 9 bis 13 Uhr statt. Weitere Informationen dazu sowie das Ausbildungsangebot der Schule finden Interessierte unter www.gesundheitsberufe-ehst.de.

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