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Die „Beißstatistik“ verzeichnet in Brandenburg zunehmend weniger Hundebisse.

Kleine Anfrage
Weniger Hundebisse in Brandenburg

Ein Hund bellt und fletscht die Zähne in einem Tierheim. In Brandenburg sind weniger Hundebisse registriert worden.
Ein Hund bellt und fletscht die Zähne in einem Tierheim. In Brandenburg sind weniger Hundebisse registriert worden. © Foto: Soeren Stache/dpa
dpa / 15.02.2019, 07:45 Uhr
Potsdam (dpa) Hunde haben in Brandenburg nach der jüngsten Statistik seltener zugebissen. 500 Bisse habe es im Jahr 2017 gegeben, von denen sich 257 gegen Menschen richteten, geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage aus der CDU-Landtagsfraktion hervor. Im Jahr 2016 wurden noch 557 sogenannte Beißvorfälle verzeichnet, davon 317 gegen Menschen. Zahlen für das vergangene Jahr lagen zunächst nicht vor. Niemand wurde den Angaben zufolge 2017 durch Hundebisse tödlich verletzt.

Die überarbeitete Hundehalterverordnung von 2004, die fünf Rassen verbietet und 13 als gefährlich einstuft, hat sich laut Ministerium bewährt. Am häufigsten biss der Statistik zufolge 2017 der Deutsche Schäferhund zu: Von ihm sind 67 Angriffe verzeichnet, davon 29 auf Menschen. Die Rasse ist mit mehr als 18 000 Exemplaren die beliebteste in Brandenburg.

Ähnlich beliebt ist der Labrador Retriever, der 39 Mal zubiss. 17 Menschen wurden dabei verletzt. Für zwei Beißangriffe waren Hunde verantwortlich, die seit 2004 zu den verbotenen Rassen gehören (American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier und Tosa Inu). Aufgrund einer Übergangsregelung sind die vor der Verschärfung angeschafften Tiere von dem Verbot ausgenommen.

30 Bisse gab es durch Hunde, die in der Hundehalterverordnung als gefährlich eingestuft werden. Halter solcher Hunde müssen unter anderem einen Hundeführerschein nachweisen.

Für Mike Ruckelshaus von der Tierschutzorganisation Tasso sind die Zahlen zu hoch. „500 Hundebisse sind immer noch 500 Hundebisse zu viel“, sagte er am Donnerstag. Er fordert einen Hundeführschein für alle Halter. Nur damit könne die Zahl der Hundebisse verringert werden. Ein Großteil der Beißangriffe gehe von Hunden aus, die als Familienhunde gelten. „Rasselisten haben sich nicht bewährt“, sagte er.

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