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Landtagswahl
Nonnemacher und Raschke sind Spitzenduo der Grünen

Ursula Nonnemacher und Benjamin Raschke sind die Spitzenkandidaten der Grünen für die Landtagswahl 2019. In einer Urwahl hatte die Parteibasis über die Spitzenkandidaten abgestimmt.
Ursula Nonnemacher und Benjamin Raschke sind die Spitzenkandidaten der Grünen für die Landtagswahl 2019. In einer Urwahl hatte die Parteibasis über die Spitzenkandidaten abgestimmt. © Foto: dpa-Zentralbild/Bernd Settnik
Ulrich Thiessen / 15.02.2019, 11:26 Uhr - Aktualisiert 15.02.2019, 18:40
Potsdam (MOZ) Brandenburgs Grüne werden mit dem Spitzenduo Ursula Nonnemacher und Benjamin Raschke in den Landtagswahlkampf ziehen. Das entschieden die Mitglieder des Landesverbandes in einer Urwahl. Die Ergebnisse wurden am Freitag in Potsdam bekannt gegeben.

Von rund 1400 Mitgliedern beteiligten sich mehr als 60 Prozent an der brieflichen Abstimmung. Nonnemacher, Fraktionschefin im Landtag, setzte sich dabei mit 79 Prozent der Stimmen als Spitzenkandidatin durch. Ihre Konkurrentin, die Kleinmachnowerin Alexandra Pichl, erzielt 16 Prozent. Der Landtagsabgeordnete Benjamin Raschke setzte sich mit 62 Prozent gegen den Landesvorsitzenden Clemens Rostock durch (35 Prozent).

Das Spitzenduo muss noch von der Landesdelegiertenkonferenz am Sonnabend nächster Woche bestätigt werden.

Hinter Nonnemacher auf Platz eins und Raschke auf Platz zwei konkurrieren Pichl, die Frankfurterin Sahra Damus und die Lausitzer Landtagsabgeordnete Heide Schinowsky um den dritten Listenplatz. Auf Platz vier bewirbt sich mit Axel Vogel der Co-Vorsitzende in der Landtagsfraktion. Auf den weiteren Plätzen kandidieren unter anderem die zweite Landesvorsitzende Petra Budke, Rostock und der frühere Landtagsabgeordnete der Linken, Michael Luthardt.

Die Falkenseerin Nonnemacher betonte, dass die grünen Themen längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind. Für den Landtagswahlkampf werde man die Sozialpolitik weit nach vorn stellen. „Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen. Aber wir werfen uns niemanden an den Hals“, beantwortete sie die Frage nach möglichen Koalitionspartnern.

Raschke verwies darauf, dass der Landesverband im vergangenen Jahr 400 neue Mitglieder gewonnen hat. Inzwischen finde die Partei nicht nur im Berliner Umland , sondern in allen Landesteilen Zuspruch. Sein Ziel sei es vor allem, die SPD-Politik in der Landwirtschaft zu stoppen, so der Spreewälder. Die Sozialdemokraten hätten keine Antwort auf das Höfesterben gefunden, setzten weiter auf Massentierhaltung und ignorierten die illegalen Müllhalden im ländlichen Raum.  Für ihn persönlich, so Raschke, sei ein Zusammengehen mit SPD-Chef  Dietmar Woidke schwer vorstellbar. Er stehe für alles, wogegen die Grünen beim Thema  Kohle oder Massentierhaltung kämpfen.

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