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Die Landesvertreterversammlung der CDU wählte den 55-Jährigen in Frankfurt (Oder) mit 80 Prozent Zustimmung

80 Prozent
Brandenburger CDU zieht mit Ehler in Europa-Wahlkampf

Christian Ehler (CDU), EU-Parlamentarier und Spitzenkandidat auf der Landesliste der Brandenburger CDU für die Europawahl, nimmt an der Landesvertreterversammlung des CDU-Landesverbandes teil.
Christian Ehler (CDU), EU-Parlamentarier und Spitzenkandidat auf der Landesliste der Brandenburger CDU für die Europawahl, nimmt an der Landesvertreterversammlung des CDU-Landesverbandes teil. © Foto: dpa-Zentralbild/Patrick Pleul
Mathias Hausding / 15.02.2019, 21:13 Uhr - Aktualisiert 15.02.2019, 21:26
Frankfurt (Oder) (MOZ) Die Brandenburger CDU hat am Freitagabend in Frankfurt (Oder) ihre Kandidaten für die Europawahl am 26. Mai bestimmt.

Auf den aussichtsreichen Platz eins wählte die Landesvertretersammlung Christian Ehler. Er erhielt 68 Ja- und 15 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung. Der 55-Jährige aus Potsdam gehört bereits seit 2004 dem EU-Parlament an.

CDU-Landeschef Ingo Senftleben sagte, Ehler habe in den 15 Jahren bewiesen, dass man in Brüssel Erfolge für Brandenburg erzielen könne. Als Beispiel verwies er auf die von Ehler initiierte Gründung der EU-Kohleplattform, der es um die Wahrung der Interessen der Lausitz und anderer Energie-Regionen in Brüssel gehe. Auch um die Stärkung des Engagements von Rolls Royce in Brandenburg sowie um die märkische Kreativwirtschaft habe sich Ehler von Brüssel aus verdient gemacht.

Mit Blick auf die Europawahl insgesamt betonte Senftleben, dass sich dieses Mal die Grundfrage nach der Einheit der EU stelle. Populisten hätten in vielen Ländern an Zuspruch gewonnen. Dem müsse sich die CDU stellen. Es genüge dabei nicht zu behaupten, die besseren Europäer zu sein. Man müsse das in der politischen Arbeit auch zeigen.

Christian Ehler räumte ein, dass die EU für viele Menschen nach wie vor ein abstraktes Gebilde sei. Dabei seien etwa die Erfolge der märkischen Wirtschaft ohne den EU-Binnenmarkt kaum denkbar. „Brandenburg braucht Europa. Es geht nicht nur um Geld. Europa hilft, Europa greift ein.“ Den CDU-Wahlkämpfern sagte er: „Wir führen keinen Europawahlkampf gegen die AfD, sondern für Europa.“

Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) kritisierte Ehler dafür, in acht Jahren Amtszeit nicht einmal in Brüssel gewesen zu sein. Auch deshalb müsse er bei der Landtagswahl am 1. September abgewählt werden. „Rot-Rot muss weg, weil es den Herausforderungen der Zukunft nicht gewachsen ist. Nicht auf europäischer Ebene und nicht auf den Ebenen von Bund, Ländern und Kommunen“, sagte Ehler unter dem Beifall der Delegierten.

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