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In Prenden sind die Vorbereitungen für das 25. Jubiläum Mitte August gestartet / Ärger über die Ruine der alten Fleischerei

Gesellschaft
Zum Sommerfest fällt alles größer aus

Nicht schön anzusehen: „Außer Ankündigungen ist dort leider nichts passiert“, lautet der Kommentar des Prendener Ortsvorstehern Hans-Joachim Auge zu dieser ehemaligen Fleischerei. Auge sieht diesen Teil des Dorfes als Schandfleck an.
Nicht schön anzusehen: „Außer Ankündigungen ist dort leider nichts passiert“, lautet der Kommentar des Prendener Ortsvorstehern Hans-Joachim Auge zu dieser ehemaligen Fleischerei. Auge sieht diesen Teil des Dorfes als Schandfleck an. © Foto: Hans Still
Hans Still / 16.02.2019, 06:45 Uhr
Prenden Der kleine Wandlitzer Ortsteil Prenden begeht in diesem Jahr sein 25. Sommerfest. Aus diesem Grund soll alles ein wenig größer ausfallen, als es die Gäste bislang gewohnt waren. Außerdem hofft Ortsvorsteher Hans-Joachim Auge (SPD) auf Fortschritte beim Wohnungsbau.

Bis zum 16. August bleibt den Prendenern noch Zeit für die Vorbereitungen zum 25. Sommerfest, doch Ortsvorsteher Auge will bis dahin nichts dem Zufall überlassen. Daher wird das Fest vermutlich vom Bauernsee auf den Festplatz am Krummen Pfuhl gelegt. Die Band Sowieso wurde angefragt, Auge hofft auf eine Zusage. „Für das Ereignis vom 16. bis zum 18. August wollen wir in einer Arbeitsgemeinschaft Ideen sammeln. Wir haben mit der Chefin vom Jagdhotel auch junges Blut dabei“, berichtet Auge von den ersten Überlegungen für die drei tollen Tage. Als „echte Bereicherung für den Ort“ beschreibt Auge das wieder eröffnete Jagdhotel, dessen Chefin Gisela Griese sich an den Festvorbereitungen beteiligen möchte.

Zudem kümmert sich der Ortsvorsteher darum, den Prendenern zu beweisen, dass nicht nur in Wandlitz und Basdorf große Bauprojekte entstehen. Tatsächlich arbeitet Auge daran, den Bau eines sogenannten Musterhauses in Prenden voranzutreiben. Dafür gibt es zwar noch keinen Beschluss der Gemeindevertretung, aber Auge hat bereits seitens der Gemeindeverwaltung eine Zusage in der Tasche. „Geld für die Planungen sind eingestellt“, freut sich der Pensionär. Beabsichtigt ist ein Mehrfamilienhaus mit bis zu acht Wohnungen, das als Standardbau in den Wandlitzer Ortsteilen entstehen könnte, in denen es kaum kommunale Wohnungen gibt. In Prenden wäre der Standort am Klosterfelder Damm, gegenüber vom Spiel- und Wohnmobilplatz. „Ein Grundsatzbeschluss wurde ja praktisch mit dem Haushalt gefasst“, bemerkt Auge etwas spitzbübisch.

Bevor frühestens ab 2020 gebaut werden kann, müssen allerdings noch Bäume fallen. Auf zirka 2000 Quadratmetern steht eine Waldumwandlung ins Haus. Wenn diese beginnt, könnte es wohl Proteste geben. Trotzdem verteidigt Auge das Vorhaben. „Wir müssen in Prenden schon zusehen, wie wir auch für junge Familien attraktiv werden. Eine Kita haben wir ja leider nicht, wenigstens wären Wohnungen ein Argument für Familien, nach Prenden zu ziehen.“

Die Immobilie der früheren Fleischerei an der Prendener Dorfstraße dürfte vermutlich keinen Grund darstellen, Prenden attraktiv zu finden. Auch nach Jahren nach der Versteigerung und dem Eigentümerwechsel vermissen die Prendener grundlegende Bauaktivitäten. „Das bleibt leider ein Schandfleck, es sieht fürchterlich aus“, bedauert der Ortsvorsteher. Außer Absichtserklärungen des neues Eigentümers habe es keine weitere Aktivitäten gegeben, um diese Stelle des Dorfes aufzuwerten.

Ein weiteres Ärgernis bleiben die Temporegelungen im Ort. Auch in diesem Jahr wollen die Prendener sich dafür einsetzen, dass im Ort Tempo 30 gefahren werden muss.

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