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Umfrage
Viele Lehrer nutzen Whatsapp zur Kommunikation mit den Eltern

Das Logo der Messenger-App WhatsApp ist auf dem Display eines iPhones zu sehen.
Das Logo der Messenger-App WhatsApp ist auf dem Display eines iPhones zu sehen. © Foto: dpa/Fabian Sommer
dpa / 17.02.2019, 10:00 Uhr
Potsdam (dpa) Die Kommunikation zwischen Lehrern und Eltern über Whatsapp ist in Brandenburg bislang nicht geregelt. Es liege im Ermessen der Schulen, einen entsprechenden Kontakt zu verbieten, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums auf Anfrage.

Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab, haben mehrere Bundesländer den Lehrkräften untersagt, dienstliche Nachrichten über den Messengerdienst WhatsApp auszutauschen. Es gibt aber keine einheitliche Linie der Länder.

In Baden-Württemberg etwa hatte das Kultusministerium die Nutzung sozialer Netzwerke an Schulen schon 2013 verboten. Das Schreiben untersagt Lehrern die Nutzung von Messenger-Diensten wie Whatsapp für die Kommunikation mit Schülern oder ihren Eltern ebenso wie für den Austausch der Lehrkräfte untereinander. Die Nutzungsbedingungen der Dienste seien demnach nicht mit dem deutschen Datenschutzrecht vereinbar.

Ein Verbot könne nicht kontrolliert werden, sagte Hartmut Stäker, Präsident des Brandenburgischen Pädagogenverbands. Bei der Verwendung von Whatsapp sei die Lehrerschaft gespalten. Ein Teil der rund 20.000 Lehrer kommuniziere schon jahrelang über den Messengerdienst mit Schülern und Eltern, andere lehnten dies grundsätzlich ab.

Weder beim Austausch über private Mailadressen noch per Whatsapp sei der Datenschutz gewährleistet, sagte Stäker. Manche Lehrer lösten das Problem, indem sie einen Schüler beauftragten, eine entsprechende Gruppe in dem Messengerdienst einzurichten. Dann könne der Lehrer diesen Schüler kontaktieren, der die Informationen an die Klasse weitergebe.

Ulrike Schwenter vom Landesrat der Eltern Brandenburg hat bisher noch nicht per Whatsapp mit Lehrern kommuniziert. Sie halte das aber für eine gute Lösung. Sinnvoll sei es vor allem für Terminabsprachen oder zur Einberufung von Elternabenden. „Es ist schneller, moderner, es ist das Medium, das auch unsere Kinder benutzen“, sagte sie. Stattdessen setzen ihrer Erfahrung nach immer noch viele Lehrer auf Elternbriefe oder Mails.

Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hatte vor einem Jahr angekündigt, dienstliche Mailadressen für alle Lehrer einzuführen. Das System wird aber erst 2020 verfügbar sein. Grund für die lange Umsetzung in Brandenburg ist laut Innenministerium unter anderem, dass die Dimension des Projektes unterschätzt wurde.

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