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Weltmeister
Vom Muttikind zum großen Tanz-Star

Ausdrucksstarke Tanzszenen: Paul Steinborn (18) beim Auftritt zur jüngsten OSZ-Kunstfabrik Mitte Januar
Ausdrucksstarke Tanzszenen: Paul Steinborn (18) beim Auftritt zur jüngsten OSZ-Kunstfabrik Mitte Januar © Foto: Thomas Berger
Lucie Schrage / 18.02.2019, 06:00 Uhr
Strausberg/Rehfelde Mit einer Leichtigkeit schwebt er über den Boden und zeigt allen bereits durch sein Lächeln, mit welcher Freude und Begeisterung er auftritt. Der Boden, auf dem er geblieben ist – wie ihm seine Freunde und Familie bestätigen –, stellt seine Bühne dar. Zum Beispiel, als er kürzlich zur Kunstfabrik des Oberstufenzentrums mit seinem Tanz zu „Never Enough“ von Jenny Lind aus dem Film „The Greatest Showman“ auftrat. Gespannt schauten alle Lehrer, Schüler und Eltern auf die Darbietung des Solokünstlers Paul Steinborn, der bereits im Jahr zuvor sein Talent in diesem Veranstaltungsrahmen bewiesen hatte.

Viel Applaus und Jubel bekam der Zwölftklässler auch diesmal. Doch im Gespräch, als die Reporterfragen beantwortet und seine Geschichte erzählt, wirkt Paul ganz ruhig. Selbst dann, als es um seine großen Erfolge geht – schon viermal wurde er Weltmeister,  2016 Europameister, holte auch 2018 noch weitere Titel und gehört damit zur Créme de la Créme der Tanztalente nicht nur aus der Region, sondern sogar bundesweit. Durchaus noch normal fühle sich das an, es ist „immer noch ein Hobby“ für ihn. Weshalb er sich sträubt, etwa Hochnäsigkeit an den Tag zu legen, was er auch für jeden anderen Sport empfiehlt. Für ihn ist wichtig, dass man aufgrund seines Erfolgs nicht vom Boden abhebt.

Doch für ihn ist Tanzen nicht nur ein Sport. Im Gegenteil, es ist sein Leben. Verständlich angesichts dessen, dass er schon im Alter von sechs Jahren damit anfing. Wie es denn dazu kam, sei eine lustige Geschichte, erklärt er mit einem Lächeln und gesteht, dass es seinerzeit eigentlich darum ging, für seine Schwester ein Hobby zu finden. Durch eine Arbeitskollegin seiner Mutter entstand der Kontakt, der sie zum Linedance brachte. Und da er ein „Muttikind“ war, wie Paul ergänzt, sei er eben mitgegangen, um zuzusehen. Doch stellte er ganz schnell fest, dass auch er dies unbedingt machen wollte. Inzwischen ist er ein besonderes Aushängeschild der Crazy-Basement-Liners (CBL), der Sektion Linedance der SG Grün-Weiß Rehfelde.

Ohne Tanzen könnte er nicht leben, betont er. Dadurch könne er den Schulstress vergessen und sich vollkommen auslassen. Zudem finde er neuen Mut. Eigentlich startete er mit Linedance, der seinen Ursprung in der Countrymusik hat. Jedoch übt er heute eher einen Modern Linedance aus, indem er zwar immer noch eine bestimmte Choreographie umsetzt, die er sich jedoch selber aussuchen kann. Genauso wie den Song. Für die Zukunft hat er sich vorgenommen, viel zu reisen und Shows zu machen. Außerdem träumt der 18-Jährige davon, eigene Tanzevents zu veranstalten oder sogar später ein eigenes Tanzstudio zu besitzen, um seine Leidenschaft zum Nebenberuf zu machen.

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