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Grünheider und Erkneraner Karnevalisten machen mit Disney- und China-Programm ordentlich Stimmung

Karneval
Der Dalai Lama spricht zu den Narren

Annette Herold / 18.02.2019, 06:15 Uhr
Erkner/Grünheide (MOZ) Mitten in China liegt Grünheide, Erkner in Amerika. Zur Karnevalszeit muss einen das nicht weiter wundern. Mit viel Frohsinn ließen Erkneraner-Woltersdorfer KarnevalGemeinschaft und Grünheider Karneval Club am Sonnabend Abendveranstaltungen über die Bühne gehen.

Bevor es für die zwölf Mädchen der Mill-Garde der große Auftritt beginnt, müssen ihre Betreuer Manu und Freddy die Aufgeregten beruhigen, Kostüme zurecht zupfen und Mut für den Gang vors Publikum machen. Gut 190 Gäste haben sich für einen spaßigen Abend bei der Erkneraner-Woltersdorfer KarnevalGemeinschaft (EWG) eingefunden. Und dann der Einmarsch. Das Publikum klatscht, als sich die Funkenmariechen, sieben bis zehn Jahre alt, in Formation vor der Bühne  aufstellen. Und als ihr Tanz beginnt, gibt es auf und vor der Tanzfläche viele strahlende Gesichter.

Dass die Garde den Namen Mill trägt, geht auf Angelika Mill zurück. Die Woltersdorferin habe sich große Verdienste erworben und die Tanzgarden des Clubs aufgebaut, lobt EWG-Präsident Christoph Albert. „Die EWG wird 44 Jahr, da werden Disneyträume wahr“ lautet das Motto der 44. EWG-Karnevalssaison, und dafür haben Albert und seine Mitstreiter ein Programm auf die Beine gestellt, das Anleihen bei dem großen amerikanischen Trickfilmproduzenten nimmt. An Tinkerbell wird da ebenso erinnert wie an Alice im Wunderland. Und in die weite Welt geht es auch in dem Moment, als der EWG-Chef sechs Weltrekordlerinnen ehrt: Die Tänzerinnen waren dabei, als bei einer Gala des Landesverbandes mit einer Garde aus 111 Tänzern ein Weltrekord gelang, der nun im Guinness-Buch-Ableger „Rekord für Deutschland“ festgehalten ist.

Nach Asien, genauer nach China blickten derweil die Grünheider Karnevalisten. „Reich der Mitte“ lautete das diesjährige Motto, das ein Besucher in der ausverkauften kleinen Turnhalle auf dem Löcknitzcampus mit einem schwarzen T-Shirt aufgriff. „Mein Kostüm wird noch in China produziert“, stand darauf in weißen Buchstaben zu lesen.

Ansonsten waren Reisbauern im Publikum, kunstvoll geschminkte Frauen und kostümierte Männer, die in einem Phantasie-China so sicher auch auf der Straße spazieren könnten. Uwe Werner, Präsident des Grünheider Carneval Klubs (GCK), der auch durchs Programm führte, war mit der Stimmung ganz zufrieden. Er und seine etwa 50 Vereinskollegen boten dem Publikum so einiges: Der Dalai Lama stieg in die Bütt, rotgewandete Damen machten als Drachen-Band ordentlich Stimmung, Roland Kaiser, hier in Anspielung auf seinen bürgerlichen Namen Roland der Keiler genannt, kam und hatte sogar noch eine Schönheit mitgebracht, es wurde getanzt...

Für die Grünheider war es die zweite, für die Erkneraner die erste Abendveranstaltung. Am nächsten Sonnabend sind beide Programme noch einmal zu erleben, das Grünheider ist allerdings schon ausverkauft. Das freut den Vereinschef Müller, und noch eins ist ihm aus der aktuellen Saison besonders in Erinnerung geblieben. Zum Seniorenfasching Anfang Februar haben die Grünheider erstmals auch Bewohner des Hauses Gottesschutz eingeladen. Etwa 50 waren dabei und ziemlich vergnügt, wie Uwe Werner berichtet. „Das war eine schöne Sache. Wir haben den Leuten gern eine Freude gemacht.“

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