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350 Beschäftigte
Streik für mehr Lohngerechtigkeit

Für mehr Lohn und Gehalt: Etwa 350 Beschäftigte des Frankfurter Klinikums versammelten sich am Montagmorgen bei Temperaturen knapp über 0 Grad zum nächsten Warnstreik.
Für mehr Lohn und Gehalt: Etwa 350 Beschäftigte des Frankfurter Klinikums versammelten sich am Montagmorgen bei Temperaturen knapp über 0 Grad zum nächsten Warnstreik. © Foto: René Matschkowiak
Thomas Gutke / 18.02.2019, 08:08 Uhr - Aktualisiert 18.02.2019, 17:40
Frankfurt (Oder) (MOZ) Rund 350 Mitarbeiter des Markendorfer Klinikums legten am Montagmorgen für eine Stunde die Arbeit nieder. Auf Schildern verliehen sie ihren Forderungen nach einer gerechteren Bezahlung Nachdruck.Es war der zweite Warnstreik der laufenden Tarifauseinandersetzung über den Haustarifvertrag, zu dem die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di aufgerufen hatte. Angehörige einzelner Beschäftigtengruppen wie Physio- und Ergotherapeuten oder Medizinisch-Technisch-Radiologische Assistenten traten darüber hinaus ganztägig in den Ausstand, um sich für bessere Eingruppierungen stark zu machen.

Ver.di fordert unter anderem eine Angleichung an die Löhne, wie sie in öffentlichen Krankenhäusern in Berlin gezahlt werden – 7,6 Prozent mehr. Von Seiten der Geschäftsführung gab es hier aus Sicht der Gewerkschaft bislang zu wenig Entgegenkommen. Den Beschäftigten geht es neben der aktuellen Bezahlung auch um die zukünftige Altersversorgung. Schließlich bedeute ein höheres Einkommen auch später eine höhere Rente, wie ein Mitarbeiter aus dem Versorgungsbereich betonte.

Die Arbeit am Klinikum stand während des Streiks nicht komplett still. Gewerkschaft und Geschäftsführung hatten zuvor eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen. Allerdings seien laut Ver.di mehr als 70 geplante Operationen  verschoben worden, da sich auch alle 40 Pflege-Beschäftigten im Zentral-OP am Streik beteiligt hätten.

Jeder Mitarbeiter sei wichtig, egal, ob er Betten nahe oder Betten ferne Leistungen erbringe, und müsse daher auch entsprechend bezahlt werden, erklärte der Frankfurter Gewerkschafter Frank Ploß vor den Streikenden. Auch der Kreisvorsitzende der Linken, Jan Augustyniak forderte ein Ende der Lohnbenachteiligung. „Viele der Beschäftigten sind nach 1989 geboren und werden 30 Jahre später immer noch mit den künstlich am Leben erhaltenden Ost-West-Lohnunterschieden stigmatisiert.“ Das nächste Gespräch findet am 26. Februar statt.  Weitere Streikmaßnahmen schloss  Frank Ploß nicht aus.

 

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