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Karneval
Ein Programm, so heiß wie der Sommer

Jürgen Rammelt / 18.02.2019, 11:59 Uhr
Linow Der Faschingsverein „Männekin Piss“ Linow (LFC) hat es am Wochenende in Kagar „heiß“ hergehen lassen. Während am Samstagnachmittag die Senioren zum Rentnerfasching in das Wirtshaus Steffen eingeladen waren, amüsierten sich am Abend die jüngeren und mittleren Jahrgänge wie Bolle in der Traditions-Gaststätte.

Das Thema war dem Wetter des vergangenen Jahres geschuldet: Unter dem Motto „Der Sommer war heiß, wir treiben‘s noch viel heißer“, erlebten die Gäste ein zweistündiges Programm, in dem die Karnevalisten an den Rekordsommer 2018 erinnerten. Moderiert wurde die Veranstaltung von Angela Otto und Karin Rieck, und für den musikalischen Sound sorgte DJ Toni, der anschließend auch zum Tanz auflegte.

Eröffnet wurde das Programm von Eileen, Birgit und Annika, drei jungen Damen, die mit einer Samba das Publikum nach Brasilien entführten. Dem folgte der Einmarsch der Prinzenpaare, von denen der LFC gleich zwei vorzuweisen kann: Ein Kinder-Prinzenpaar und eines für die Erwachsenen. Nach Alina I. und Tom I. eröffneten Christine II. und Axel I. als aktuelle Regenten das närrische Treiben.

Ganz besonders stolz sind die Linower Jecken auf ihre Funkengarde, die dann nach den Klängen des Radetzky-Marsches über das Parkett wirbelte. Annika, Eileen, Jasmin, Justine, Lisa, Marie, Nicole, Theresa gehören seit Jahren zur Tanzformation des Vereins. Mit Alexis und Alina hat die Truppe jetzt sogar Verstärkung erhalten.

Dann gehörte die Bütt Birgit und Norbert Kiehne, die in ihrem „Heiß-Zeit-Report“  allerlei Kurznachrichten zu vermelden hatten. Da ging es um Geschwindigkeitskontrollen der Polizei, um pupsende Frauen, um wahre Gerüchte und andere Geschichten, bevor mit Anna, Alina und Alexis drei Nachwuchstalente mit einer Tanzeinlage für Furore sorgten.

Die deftigen Büttenreden von Burkhardt Stranz sind berühmt.  Da war es kein Wunder, dass auch diesmal die Lachmuskeln wieder ordentlich strapaziert wurden. So erzählte der Präsident des LFC von seiner hässlichen Schwester, aber nahm sich auch selbst auf die Schippe. Er berichtete von seiner traumatischen Kindheit und der Schulzeit. Und selbst seine im Saal sitzende Mutter bekam zu hören, was ihr längst erwachsener Sohn zu beklagen hatte.

Es folgten einige Sketche, weitere Tänze der Frauen und ein Puppenspiel, bevor der Auftritt von Berta und Elfriede sich zu einem weiteren Höhepunkt im Programm gestaltete. Susanne Stein und Kati Hinze sind Urgesteine des Linower Karnevals, die seit vielen Jahren in die Rollen von zwei alten Damen schlüpfen und mit ihren amourösen Abenteuern den Saal  zum Kochen brachten.

Diesmal präsentierten sich die beiden Frauen als Dominas, die das Publikum einluden, dem Linower Freuden Center (LFC) einen heißen Besuch abzustatten.  Natürlich durfte am Sonnabend ihr treuer Begleiter, der Hund Lumpi, nicht fehlen. Und im berufsüblichen Outfit  wurde dem Publikum mit Hochprozentigem zugeprostet.

Einen Orden aus Rheinsberger Keramik gab es vom Prinzenpaar für Hans-Joachim Schmidt, einem rüstigen aktiven Rentner, bevor sogar 1 000 Euro während eines weiteren Sketchs den Eigentümer wechselten. Burkhardt Stranz berichtete anschließend, wie er sich angesichts der Hitze in der ausgetrockneten Bäke, dem durch Kagar fließenden Bächlein, erfrischen wollte.                    Es war ein amüsanter Nachmittag und Abend, bei dem die Besucher viel Spaß hatten. Nicht zuletzt, weil die Linower Karnevalisten sich selbst nicht so ernst nahmen. Davon zeugte auch das Herrenballett, bei dem die fünf bärtigen Männer ihre mit Luft gefüllten Gitarren strapazierten, bevor mit dem Linower Faschingslied, gesungen vom gesamten Saal, das Programm seinen Abschluss fand.

Wer das Programm des LFC noch einmal erleben möchte, hat dazu am 2. März  in der Pension Braunsberg Gelegenheit. Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr. Karten gibt es unter Telefon: 033929 70236.Bilder vom Sonnabend gibt es heute im Laufe des Tages auf www.moz.de/fotos.

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