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Barnimer Brauhaus in Hohenfinow landet bei Umfrage von Fachmagazin auf Platz drei der besten Brauereien in Berlin und Brandenburg

Abstimmung
Barnimer unter beliebtesten Mikrobrauereien

Freuen sich über „Bestätigung“: Sören und Nora von Billerbeck, Inhaber des Barnimer Brauhauses, haben sich acht Monate nach der Eröffnung in Hohenfinow Neues vorgenommen. Hinzukommen sollen weitere Biersorten und Braukurse.
Freuen sich über „Bestätigung“: Sören und Nora von Billerbeck, Inhaber des Barnimer Brauhauses, haben sich acht Monate nach der Eröffnung in Hohenfinow Neues vorgenommen. Hinzukommen sollen weitere Biersorten und Braukurse. © Foto: Barnimer Brauhaus
Julia Lehmann / 19.02.2019, 06:45 Uhr - Aktualisiert 19.02.2019, 10:47
Hohenfinow (MOZ) Freude im erst acht Monate alten Barnimer Brauhaus: Bei der Umfrage des österreichischen Fachmagazins Falstaff wird die Mikrobrauerei aus Hohenfinow zu einer der beliebtesten gekürt. Abgestimmt haben Kunden und Fans aus der Region und ganz Deutschland.

Kleine und größere Brauereien, mit eigenem Bier aus sorgfältig ausgewählten Zutaten: Der Trend ist längst aus den Großstädten in die ländliche Region geschwappt. Und wie das Beispiel Barnimer Brauhaus aus Hohenfinow zeigt, können die kleinen Quellen des schäumenden, herben Getränks auch was.

Mehr als 100 000 regelmäßige Nutzer zählt die Falstaff-Community, ein Fachmagazin für Essen, Trinken und Reisen. Etwa 10 000 haben online für ihre Lieblingsbrauerei abgestimmt. Auf Platz drei der beliebtesten (Craftbier) Mikrobrauereien in Berlin und Brandenburg ist das Barnimer Brauhaus gelandet (22 Prozent). Zu den Mikrobrauern zählt, wer in einem Sudvorgang nicht mehr als 500 Liter produziert. Schoppe Bräu sahnte Platz eins ab. Gleich danach folgt Brlo. Beide Brauereien sitzen in Berlin. Das LaBieratorium aus Cottbus ergatterte Platz vier, Fuerst Wiacek aus Berlin landete auf Platz fünf.

Gratulationen seien aus ganz Deutschland gekommen, sagt Sören von Billerbeck, der das Brauhaus mit seiner Frau Nora direkt am Bahnhof Niederfinow betreibt. Beide singen hauptberuflich im Rundfunk-Chor. Abgestimmt hätten Menschen vor allem aus den Landkreisen Barnim und Märkisch-Oderland, aber auch aus Sachsen-Anhalt und Bayern. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung“, so Sören von Billerbeck. In der Gastronomie-Szene sei das Magazin Falstaff bekannt. Umso größer das Lob, das man nun erfahre.

Ein paar Hundert Stimmen hätte das Barnimer Brauhaus aus Berlin und Brandenburg für sich gewinnen können, berichtet Philipp Elsbrock auf Nachfrage. Zum ersten Mal hätte das Magazin online seine Nutzer nach ihrer Lieblingsbrauerei gefragt. In Sachen Brauereien hätte es einen unglaublichen Boom gegeben, sagt der Chefredakteur für den Bereich Gourmet von Falstaff Deutschland. „Anhand der abgegebenen Vorschläge sehen wir, dass sich längst nicht mehr alles in den Großstädten abspielt.“ 400 Braustätten und 800 Brauereien gibt es in ganz Deutschland. „Die Zahl steigt und das, obwohl der Bierkonsum sinkt“, sagt Philipp Elsbrock. Die Leute hätten weniger Lust auf Industrieprodukte, erklärt sich der Chefredakteur diese Entwicklung. Und auch das deutsche Reinheitsgebot hat aus seiner Sicht heute nur noch wenig Relevanz. In den Bieren kleiner Brauereien finden sich natürlich die gleichen grundlegenden Zutaten, nämlich Wasser, Malz, Hefe und Hopfen. Hingegen achten die meisten kleinen Produzenten aber vielmehr auf individuelle Qualitätsmerkmale dieser Zutaten, so Philipp Elsbrock.

Anerkennung seien auch die steigenden Verkaufszahlen, sagt Sören von Billerbeck. Neben Restaurants in Eberswalde wie dem Probiermahl oder der Haltestelle liefere man auch nach Bad Freienwalde und Berlin. Dass die Gastronomen einem regionalen Unternehmen vertrauen, sei eine echte Bestätigung, so der Brauer. Inzwischen entstehen auf dem Hof in Hohenfinow, wo das Ehepaar von Billerbeck auch lebt, acht verschiedene Sorten Bier. Zum festen Sortiment aus Landbier, Festbier, Barnimer IPA und Pale Ale kommen in diesem Jahr Weizen und Rauchbock dazu.

„Viele sagen, es schmeckt ein wenig nach Schinken“, berichtet Sören von Billerbeck. Das Raucharoma des verwendeten Malz’ sorge dafür. Sehr speziell und eher für Liebhaber. In diesem Jahr gibt Sören von Billerbeck erstmalig Braukurse. Brauhandwerk, Verkostung und Führung über den gesamten Tag gibt es am 7. April oder 19. Mai (69 Euro/Person). Etwa fünf Wochen später kann sich jeder Teilnehmer zehn Flaschen des fertigen Bieres abholen.

Im Internet: www.barnimer-brauhaus.de, www.falstaff.de

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