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Acht Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachung sind im Landkreis Barnim unterwegs

Lebensmittelüberwachung
Kontrollen nach festem Plan

Mit dem Thermometer: Die amtliche Lebensmittelkontrolleurin Sylvia Schulz überprüft einen Wochenmarkt-Stand.
Mit dem Thermometer: Die amtliche Lebensmittelkontrolleurin Sylvia Schulz überprüft einen Wochenmarkt-Stand. © Foto: Kreisverwaltung Barnim
Kai-Uwe Krakau / 19.02.2019, 07:00 Uhr
Bernau/Eberswalde Die Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachung haben im Jahr 2018 im Landkreis Barnim insgesamt rund 600 gastronomischen Einrichtungen kontrolliert. In rund drei Prozent der Überprüfungen gab es Beanstandungen.

„Die Quote hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert“, sagte die Leiterin der Lebensmittelüberwachung, Gerit Seifert. Daraus könne man aber nicht ableiten, ob sich die hygienischen Bedingungen in der Gastronomie verbessert oder verschlechtert haben. Ein Grund dafür sei der häufige Betreiberwechsel. „Eine Vergleichbarkeit und eine belastbare Wertung anhand der Fallzahlen ist nicht möglich“, betonte die promovierte Tierärztin.

Zwischen Friedrichswalde, Lunow und Ahrensfelde gab es 2018 insgesamt 1753 registrierte und überwachungspflichtige Lebensmittel-Unternehmen (2017: 1773).  Dazu gehören unter anderem Hersteller, Einzelhändler, Dienstleistungsunternehmen und Direktvermarkter. Wie oft ein Betrieb kontrolliert wird, hängt von der jeweiligen Risikobeurteilung ab. Diese erfolgt nach einem Standard einheitlich im gesamten Land Brandenburg. „Das Ergebnis ist eine Einstufung in Risikoklassen“, so Seifert. Gastronomische Einrichtungen würden üblicherweise halb- oder jährlich kontrolliert.

Bei den Beanstandungen bilden allgemeine Hygieneverstöße den Schwerpunkt. Da sind beispielsweise Räume nicht gemalert oder es gibt Kritik am Reinigungszustand. „Wir stellen aber auch Defizite bei den durchgeführten Eigenkontrollen der Unternehmer fest“, sagte die Leiterin der kreislichen Lebensmittelüberwachung. So würden Kühllagertemperaturen nicht richtig erfasst und dokumentiert. Darüber hinaus fehlten auf den Speisekarten oft auch Informationen zu allergieauslösenden Zutaten.

Bei festgestellten Verstößen erteilen die Kontrolleure schriftliche Auflagen mit Fristen zur Mängelbeseitigung. Anschließend erfolgen Nachkontrollen, die gebührenpflichtig sind. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr im Bereich der Lebensmittelüberwachung rund 100 ordnungsbehördliche Maßnahmen ergriffen. Diese reichen von Verwaltungs- über Verwarnungs-oder Bußgeldverfahren bis zu Strafanzeigen.

„Wir bekommen auch viele Beschwerden von Bürgern“, so die Leiterin der Lebensmittelüberwachung. Man gehe jedem Hinweis unverzüglich nach und fahre zu den Unternehmen. Der  „Tippgeber“ erhalte dann eine Antwort. „Beim Auftreten von Magen-Darm-Erkrankungen nach einem Gaststättenbesuch arbeiten wir eng mit dem Gesundheitsamt zusammen“, sagte Gerit Seifert. Verdachtsproben würden dann im Landeslabor untersucht. Generell sei es aber schwierig, entsprechende Keime nachzuweisen.

Im Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt arbeiten zwei amtliche Tierärztinnen, fünf Lebensmittelkontrolleurinnen und eine amtliche Fachassistentin. „Bei den Kontrolleuren gibt es inzwischen einen Fachkräftebedarf“, so die Tierärztin. Allein in der Kreisverwaltung Barnim müssten in den nächsten zwei bis vier Jahren fünf Stellen neu besetzt werden.  Voraussetzung sei ein Lebensmittel-Beruf, anschließend erfolge eine zweijährige Ausbildung zum Kontrolleur.

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