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Senioren
Zwei Altenheime in der Weißen Stadt

Bereits im Bau: Ende 2020 soll das Altenpflegeheim der OWG an der Walther-Bothe-Straße bezugsfertig sein.
Bereits im Bau: Ende 2020 soll das Altenpflegeheim der OWG an der Walther-Bothe-Straße bezugsfertig sein. © Foto: Friedhelm Brennecke
Friedhelm Brennecke / 19.02.2019, 07:00 Uhr
Oranienburg (MOZ) Die ersten Wände stehen schon, langsam werden die Konturen des Altenpflegeheims, das die Oranienburger Wohnungsbaugenossenschaft (OWG) an der südlichen Walther-Bothe-Straße auf ihrem Grundstück errichtet, sichtbar. Mehr als 100 Plätze für ältere und pflegebedürftige Mitglieder der Genossenschaft sollen in dem U-förmigen Gebäude mit drei und vier Geschossen entstehen. Die OWG wird dort als Vermieterin auftreten, die Betreuung der Pflegebedürftigen aber sozialen Dienstleistern überlassen. Die Preise sollen erschwinglich sein.

Ganz in der Nähe auf der nördlichen Seite der Walther-Bothe-Straße plant die Deutsche Seniorenresidenz GmbH eine Senioreneinrichtung mit 150 Plätzen. An der Ecke Walther-Bothe-Straße, Dr.-Kurt-Schumacher-Straße ist eine dreiecksförmige Blockrandbebauung mit ebenfalls vier Geschossen geplant. Im Bauund im Hauptausschuss sind die Pläne der Deutschen Seniorenresidenz seitens der Linksfraktion allerdings klar auf Ablehnung gestoßen.

„Wir haben nichts gegen einen privaten Investor, der hier ein Altenheim bauen will. Wir können auch nachvollziehen, dass ein Investor etwas verdienen möchte. Wir haben aber etwas dagegen, dass er dafür auf seiner Homepage mit Renditeerwartungen von zehn Prozent wirbt und dafür ein städtisches Grundstück nutzt“, stellte Ralph Bujok, der Fraktionschef der Linken, klar.

Bei den genannten Renditeversprechen der Deutsche Seniorenresidenz dürften die Plätze in dieser Senioreneinrichtung für den größten Teil älterer Menschen von hier unerschwinglich sein, nimmt Bujok an. Das könne nicht im Sinne der Allgemeinheit sein, schon gar nicht, wenn dies erst durch den Verkauf eines städtischen Grundstücks möglich werde. Allerdings hatten die Stadtverordneten voriges Jahr dem Verkauf des städtischen Grundstücks mehrheitlich zugestimmt. Über den Bebauungsplan zu dem Vorhaben wird am 25. Februar entschieden. (bren)

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