Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Erdgassuche
Seismische Messungen beendet

Solche Fahrzeuge werden bei der seismischen Suche nach Erdgas-Vorkommen eingesetzt.
Solche Fahrzeuge werden bei der seismischen Suche nach Erdgas-Vorkommen eingesetzt. © Foto: Jasper Resources GmbH
Martin Risken / 19.02.2019, 12:15 Uhr
Zehdenick (MOZ) Templins Bürgermeister Detlef Tabbert (Die Linke) ist beauftragt worden, Gespräche mit den Vertretern der Stadt Zehdenick und dem Amt Gransee zu führen, um diese für eine gemeinsame Ablehnung der Erdgasförderung in der Region zu gewinnen.

Im Rahmen einer Sondersitzung haben die Templiner Stadtverordneten außerdem einstimmig ihre ablehnende Haltung zu dem Vorhaben der Firma Jasper Rescources bekräftigt. Sie fürchten negative Auswirkungen auf den Tourismus in der Region.

Mitte Januar war im Auftrag der deutsch-niederländischen Firma Jasper Rescoures zwischen Zehdenick und Templin mit seismischen Messungen begonnen worden, um nach gewinnbringenden Erdgasvorkommen zu suchen. Nach Angaben von Jasper-Sprecherin Dr. Ulrike Schenk sind die seismischen Messungen am vergangenen Freitag abgeschlossen worden. Im Laufe des Sommers sollen die Messergebnisse ausgewertet sein, um dann eine Entscheidung über eine mögliche Probebohrung treffen zu können, die wiederum vom Landesbergamt genehmigt werden müsste.

Die Erteilung dieser Genehmigung wollen die Templiner verhindern. Unterstützung erhoffen sie sich dabei nicht nur aus Zehdenick und Gransee, sondern auch von der Landesregierung Brandenburg. Gegenüber dem Wirtschaftsministerium soll die ablehnenden Haltung zum Ausdruck gebracht werden. Die Ministerien für Umwelt und Gesundheit werden um Stellungnahmen zu dem Vorhaben gebeten.

Beeinträchtigt wurden die seismischen Messungen durch Sabotageakte. „Durch die mutwillige Zerstörung von Kabeln und Einrichtungen sind Jasper Resources und der Leipziger Geophysik GGD erhebliche Schäden zugefügt worden“, erklärte Ulrike Schenk. Für Ärger in der Bevölkerung sorgten beschädigte Wege. Dass Jasper Resources dabei auf Schadensmeldungen nicht reagiert habe, wies Schenk zurück. „Tatsache ist, dass das Unternehmen grundsätzlich alle Schäden auf Wegen beseitigt“, so die Unternehmenssprecherin. Die bereits beauftragten Reparaturarbeiten könnten allerdings erst bei Frostfreiheit erledigt werden. Über Gebäudeschäden sei der Firma indes nichts bekannt geworden. Alle erforderlichen Schutzmaßnahmen seien während der Messungen eingehalten worden.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG