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Pendler
Neue Parkplätze am Veltener Bahnhof

Zur Eröffnung viel Platz: Das wird sich schnell ändern. Kaum hatten Markus Fichtner von der Gruppe Planwerk Berlin und Bürgermeisterin Ines Hübner die Parkplatz-Erweiterung freigegeben, füllten sich die Parktaschen.
Zur Eröffnung viel Platz: Das wird sich schnell ändern. Kaum hatten Markus Fichtner von der Gruppe Planwerk Berlin und Bürgermeisterin Ines Hübner die Parkplatz-Erweiterung freigegeben, füllten sich die Parktaschen. © Foto: Roland Becker
Roland Becker / 19.02.2019, 18:22 Uhr - Aktualisiert 21.02.2019, 08:42
Velten (MOZ) Gut vier Jahre hat es von der Idee bis zur Freigabe gedauert: Am Dienstag wurde die Erweiterung des Park-&-Ride-Platzes am Veltener Bahnhof mit dem obligaten Scherenschnitt abgeschlossen.

Ab sofort stehen damit vor allem den Berufspendlern 71 weitere Parkplätze zur Verfügung. Die neue Fläche befindet sich zwischen dem bisherigen Parkplatz und dem Gasthof Goldener Stern. An diesem Ende wurde auch eine neue Zufahrt gebaut. Damit stehen auf beiden Seiten des Bahnhofs jetzt insgesamt 188 Parkplätze zur Verfügung. Die Pendler werden die neuen Parktaschen sehnlichst erwartet haben. Denn bedingt durch die derzeitigen Bauarbeiten am Bahnhof steht der Parkplatz auf der westlichen Seite nicht zur Verfügung.

Das alte Bahnhofsgebäude war noch eine Ruine, als die Stadt im Dezember 2014 verkündete, den P&R-Platz erweitern zu wollen. Damals hatte die Stadt die dafür nötige Fläche gerade erworben und rechnete für 2016 mit dem Baustart.

Es hat dann bis September vorigen Jahres gedauert, ehe die Firma Matthäi mit den Bauarbeiten beginnen konnte. Eigentlich sollte die Arbeiten schon 2017 aufgenommen werden. Dem aber machten dort lebende Zauneidechsen einen Strich durch die Rechnung. Die geschützten Tiere mussten erst eingesammelt und auf einer Fläche jenseits der Schienen wieder ausgesetzt werden.

Dass mit den neuen Parkplätzen der Bedarf ein für alle Mal gedeckt ist, dürfte bei der steigenden Zahl der Pendler ein Wunsch bleiben. Spätestens, wenn die S-Bahn irgendwann wieder Velten erreichen sollte, dürften die Parkplätze beidseitig der Schienen erneut knapp werden.

Schon 2014 und danach immer mal wieder erwähnten Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) und Baubereichsleiter Berthold Zenner, dass eine Form der Parkraumbewirtschaftung gefunden werden müsse. Befürchtet wurde, dass ohne eine Regelung die Bewohner der Häuser rund um den Bahnhof die Plätze über Nacht belegen und die Pendler morgens leer ausgehen. Bislang aber existiert nicht einmal der Ansatz einer Lösung.

„Wir sind dabei zu überlegen, welche Form von Parkraumbewirtschaftung möglich ist“, sagte die Bürgermeisterin am Dienstag. Zenner ergänzte, dass dabei das Parken „in einem größeren Umfeld untersucht werden muss“. Sprich: Auch die umliegenden Straßen seien einzubeziehen. Ob solch ein räumlich begrenztes Parkraumkonzept von der Stadt oder einem externen Büro entworfen wird, sei noch nicht geklärt. Als die Stadt 2014 erstmals von der Parkplatz-Erweiterung gesprochen hatte, erwähnte Hübner zwei Bedingungen: Die Parkzeit muss begrenzt werden, Parkgebühren würden aber nicht erhoben. Die Zeit per Parkuhr zu regeln, dürfte allerdings schwierig werden. Denn eine Parkuhr gibt kaum die maximale Zeitspanne her, die ein Berufspendler benötigt, der mit dem Zug seinen Arbeitsplatz in Berlin oder andernorts ansteuert.

Während 2014 von rund 150 000 Euro Baukosten ausgegangen war, hat der Ausbau samt Planung nun 420 000 Euro gekostet. 75 Prozent der Kosten wurden durch Fördermittel des Landes gedeckt.

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