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Vorsorge
Krebskongress: Mediziner erörtern Fortschritte

Die Bildschirmdarstellung einer Magnetresonanz-(MR)-Mammographie.
Die Bildschirmdarstellung einer Magnetresonanz-(MR)-Mammographie. © Foto: dpa/Jan-Peter Kasper
dpa / 20.02.2019, 16:25 Uhr
Potsdam (dpa) Brandenburgs Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij (Linke) hat an die Brandenburger appelliert, Krebsvorsorge wahrzunehmen. „Krebs macht Angst, aber es gibt Fortschritte bei der Prävention und Behandlung dieser schrecklichen Krankheit“ sagte sie am Mittwoch vor dem 6. Brandenburger Krebskongress in Potsdam.

Von Freitag bis Samstag beraten in der Landeshauptstadt rund 450 Ärzte, Pfleger und weitere medizinische Mitarbeiter unter anderem über aktuelle Fortschritte bei der Behandlung von Krebserkrankungen. Veranstalter sind die Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung Brandenburg und das Tumorzentrum des Landes.

Für eine gute Versorgung von Krebspatienten sei es wichtig, dass Ärzte und alle weiteren Berufsgruppen eng zusammenarbeiten, sich austauschen und weiterbilden, sagte Kongress-Präsidentin Dorothea Fischer. Sie ist Chefärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam. Viele Beiträge beschäftigten sich mit dem Einfluss körperlicher Aktivitäten auf eine Erkrankung und die Therapie, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft, Michael Kiehl.

Krebs ist weiterhin nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Nach Angaben des gemeinsamen Krebsregisters von Berlin und Brandenburg erkrankten im Vorjahr in Brandenburg rund 7400 Frauen und 9200 Männer an Krebs. Häufigste Neuerkrankungen sind bei Männern Prostata-, Lungen- und Darmkrebs, bei Frauen sind es Brust-, Darm- und Lungenkrebs.

Inzwischen überleben laut Krebsregister etwa 58 Prozent der männlichen und 63 der weiblichen Patienten für mindestens fünf Jahre. Ende der 1980er Jahre waren es 26 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen. Frühzeitig erkannt, beträgt die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei vielen Krebsarten fast hundert Prozent.

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