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Umwelt
Verschwörungstheorien und Skeptiker

Angeregte Diskussion: Jannis von Buttlar (links) unterhielt sich beim Klimacafé mit den Besuchern über Klimaskeptiker.
Angeregte Diskussion: Jannis von Buttlar (links) unterhielt sich beim Klimacafé mit den Besuchern über Klimaskeptiker. © Foto: Larissa Benz
Larissa Benz / 20.02.2019, 22:30 Uhr
Lindenberg (MOZ) Lindenberg. Welche Argumente Klimaskeptiker für ihre Überzeugungen nutzen, das präsentierte Umweltbildungsreferent Jannis von Buttlar in der neuen Reihe „Klimacafé“ im Lindenberger Wettermuseum.

Während des einführenden Museumrundgangs stellte von Buttlar die Exponate wie den Klimazaun oder die Wärmebildkamera vor: „Warum wird es wärmer?“, wollte er von der Runde wissen. Die Sonne sei ein wichtiger Energielieferant im Klimasystem, betonte der 9-jährige Mattheo.

Im zweiten Teil der Veranstaltung präsentierte von Buttlar den Besuchern bei einer Tasse Kaffee, welche Verschwörungstheorien es rund um den Klimawandel gebe. „Mir geht es nicht darum, politisch Stellung zu beziehen“, betonte er. Er wolle lediglich die verschiedenen Standpunkte aufführen, die es in den USA oder in Deutschland gebe. Laut von Buttlar finden sich Klimaskeptiker in den Kategorien Medien, Politiker, Industrie und think tanks: „Donald Trump ist wohl der berühmteste Klimaskeptiker“, sagte der Umweltbildungsreferent. Er stellte außerdem den Begriff „Rosinenpicker“ in einen neuen Kontext: „Bei den Klimaskeptikern sind das solche, die einzelne wissenschaftliche Zitate oder Daten aus dem Kontext herausreißen und zu ihren Zwecken ummodeln“, erklärte er.

Verschwörungstheoretiker hingegen behaupteten etwa, dass Klimaforscher tricksen würden, um an Forschungsgelder zu kommen. Generell sei Skepsis Bestandteil der wissenschaftlichen Methode, so von Buttlar. Das Feld des Klimawandels sei heiß umkämpft. Ein Lösungsansatz könne nur sein, von und über Wissenschaft angepasst zu kommunizieren.(lb)

Das Wettermuseum veranstaltet am Sonntag von 10 bis 16 Uhr einen Tag des Klimas. Geboten wird ein Programm aus Themenführung, einer Exkursion zum Observatorium (11 Uhr) in Lindenberg sowie Vorträgen und Diskussionen.

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